Mädchen für alles
Erinnert sich noch jemand an die Mohr im Hemd Debatte hier am Blog? Nach wie vor ist das der Beitrag mit den meisten Kommentaren hier und nach vor verstehe ich die Aufregung, um eine Speise nicht so ganz. Es gibt aber Werbungen die sind so richtig fies und das gleich auf mehreren Ebenen, ohne das es sofort auffällt. Die Firma Mercedes, deren Hauptaufgabe es ist Autos herzustellen, die mit hunderten PS auf Straßen fahren sollen, wo die Durchschnittsgeschwindkeit ohnehin nur 30 Km/h beträgt, hat gerade so ein Inserat im Spiegel publiziert.
Unter der Woche sind Sie Chef. Am Wochenende Mädchen für alles.
Das impliziert zuerst einmal eines: Männer führen Firmen, leiten Konzerne, sind schlicht Vorgesetzte, während Frauen alles andere machen dürfen. Deswegen dürfen, weil Mädchen für alles anscheinend bedeutet mit den Kindern am Teppich herumzutollen, während das “Mädchen für unter Woche” gar nicht im Bild ist. Genau solche Werbungen sind ein gutes Beispiel dafür, woran es in Sachen Gleichberechtigung mangelt.
Es sind dabei aber nicht nur die Frauen, denen hier ein wünschenwertes Rollenbild aufgedrängt wird, sondern auch den Männern. Als Vater in Karenz, betrifft mich diese Werbung genauso, denn schließlich bin ich die ganze Woche höchstens der Chef in der Badewanne, wenn wir denn eine hätten. Ich wäre also gar nicht würdig, einen Mercedes zu fahren. Nach wie vor werden ganz selbstverständlich die Aufgaben Erziehung und Pflege, den Frauen zugeordnet, während Karriere und Beruf den Männern vorgeschrieben wird. Wer jetzt meint, das wäre ein wenig viel in eine Werbung hineininterpretiert, dem empfehle ich, sich einmal in Kindererziehungliteratur zu vertiefen. Bereits dort wird ganz selbstverständlich der Mutter die fürsorgliche Rolle zugeschrieben, während der Vater unter Tags arbeiten sollte. Bereits dort wird das Fundament für die spätere Ungleichbehandlung gelegt. Dazu braucht man übrigens nichtmal die Bücher zu lesen, es reicht eine Zählung der Fotos von Frauen mit Kindern in Vergleich zu Männern mit Kindern. Es wäre also viel wichtiger und nachhaltiger, einmal Erziehungsrategeber, Kinderbücher und die Werbung auf Stereotypen zu überprüfen als jedem Binnen-I hinterherzujagen.


erdapfel
30.10.10 , 14:10
Es braucht erst einmal eine Vereinbarkeit, Flexibilität von Beruf und Familie. Und die gibt es nicht.
Dazu müssten die Firmen auch etwas tun, dass z.B. mehr Männer in Karenz gehen, Männer und Frauen Familientage erhalten, und die Zeit später einarbeiten können, usw.
Das Binnen-I schafft ja nicht einmal unsere Frauenministerin einzuhalten!!! Man sollte überhaupt überlegen in geschriebenen Texten das Gendern zu lassen. In Anreden ist es ok, aber das Lesen von gegenderten Texten schafft nur Frust bei Frauen und Männern.
Tom Schaffer
30.10.10 , 15:10
von mir nur ein kurzer schnellschuss-input: diskriminierende rollenbilder kann man nicht an einzelnen sujets festmachen (es sei denn, es ist besonders eindeutiger sexismus). dein argument logisch zuende gedacht, würde man nämlich das bild des männlichen chefs der wenn er zeit hat mit seinen kindern spielt verbieten – kA inwiefern das jemandem hilft? die frage ist, ob das ein muster bei mercedes-werbung ist.
andererseits bedeutet solche muster zu kritisieren auch, dass man eine firma möglicherweise dafür attackiert, dass sie zielgruppengerechtes targeting betreibt. ich nehm an, dass man rein ökonomisch zum verkaufen teurer familienautos von mercedes recht gut daran tut, gutverdienende männer als hauptaddressaten anzuvisieren. der sexismus steckt da in der gesellschaft, nicht in der werbung.
was ein gangbarer weg wäre, von mercedes einfach ein bisserl mehr kreativität zu verlangen. besonders supiclever ist das sujet nämlich sicher nicht.
fatmike182
30.10.10 , 15:10
… ich hab Schlimmes befürchtet we ich denen Tweet mit dem Plakatbild gesehen hab. Schlussendlich stumme ich aber der Kernaussage zu, wobei ich gerade Werbungen da gewissermaßen vrrteidigen muss: würden wir pc denken, würde sie nicht funktionieren. Das soll kein Freispruch im Sinne eines diagnostizierten Henne-Ei-Problems sein, aber die Teilschuld ggü bildungsauftragbeteiligten Medien verringern: sämtliche Medien, Klatschmagazine usw.
Aber bitte lasst uns die Debatte sinnvoll führen und nicht das Pixi-Buch Szenario nochmals unabsichtlich persiflieren (http://www.google.at/m/url?client=safari&ei=BibMTJjFEIffjgfy1M_fAw&hl=en-gb&oe=UTF-8&q=http://www.youtube.com/watch?v%3DRR-S-6ERn58&ved=0CBYQtwIwAg&usg=AFQjCNGAWHhbsRVStx0y4YOIavksdo8InA)
BTW: finde ich der Debatte sehr dienlich, dass du das als Betroffener schreiben kannst
ds
30.10.10 , 16:10
Mann, du Übertreibst es aber massiv mit der political correctness. Das ist schon hart an der Grenze zur lächerlichkeit.
Das ist Werbung! Und kein gesellschaftspolitisches Statement.
Wenn du dich in deiner ehre verletzt fühlst, kauf dir hält keinen Mercedes. Aber die Werbung für gesellschaftliche Mängel Verantwortlich zu machen, ist – sorry – lächerlich.
Gerald Bäck
30.10.10 , 17:10
@tom das Bild allein ist nicht das Problem,es wirkt erst in Zusammenhang mit der Bildunterschrift.
@mike klar, Mercedes will Kohle machen und spricht die Entscheider an. Die Anzeige ist mehr Symptom als Krankheit, die beginnt, wie ich beschrieben habe, schon viel früher.
@ds Die Werbung ist genauso verantwortlich, wie alles andere. Mit Deiner Argumentation – verantwortlich ist die Gesellschaft – kann man sich übrigens überall ziemlich fein rausreden.
ds
30.10.10 , 20:10
Ist Dir klar, wohin das führt, wenn man Deine Ideen zu ende denkt?
Was ist die Konsequenz aus Deiner Ansicht?
Staatliche Zensurstelle für Werbetexte und Kindererziehungsbuch-Inhalte?
Da ist mir das Binnen-I aber noch tausendmal lieber.
Oder hab ich Dich falsch verstanden?
Gerald Bäck
30.10.10 , 23:10
@ds Zensur ist quatsch. Allerdings muss Kritik an Medieninhalten auch ohne PC-Keule möglich sein. Meine Kritik heißt jedenfalls nicht, dass Mercedes solche Werbung verbieten oder schlechte Erziehungsratgeber einstampfen würde.
Tom Schaffer
31.10.10 , 02:10
für bildunterschriften gilt für mich dasselbe wie fürs bild: das einzelne zu bewerten ist nicht ausschlaggebend. wenn du ein muster erkennst, wirds interessant.
mir fiel erst vor einigen minuten auf, dass du dir einen teil deines beitrages selbst ausgedacht hast. nämlich, dass die frau unter der woche “das mädchen für alles” (das wie du selbst sagst offensichtlich vor allem der spielgefährte/die spielgefährtin der kinder ist) ist. wer sagt das? das behauptet das sujet eigentlich nicht. diesen schluss denkst du dir aus.
ich hab mir dann die webseite der kampagne angeschaut. (der-neue-viano.de) dort siehst du auch die vermeintliche frau zum mann. sie gibt sich als architektin zu erkennen. die kampagne stellt damit an sich den mann mit kindern und die frau mit dem beruf dar – das ist jetzt auch nicht grade klassisch sexistisch.
diese kampagne ist irgendwie einfach kein gutes beispiel für das was du meinst.
was schlussendlich vor allem übrig bleibt von deiner kritik ist, dass du nicht angesprochen wirst. ja aber gut, man wird doch täglich von tausenden werbungen nicht angesprochen. nicht nur als vater in karenz, sondern auch in vielen vielen anderen rollen nicht.
Nicky Bäck
31.10.10 , 10:10
Als Anstoßgeberin (ich hab die Werbung gesehen, mich im ersten Moment aufgrund angesprochen gefühlt – ich bin unter der Woche Chefin – und dann gleich sehr geärgert) möcht ich mich da auch einschalten. Erstens geht’s nicht ums verbieten, sondern darum, dass man oder frau sich mit gewissen Dingen und gesellschaftlichen Systemen kritisch auseinandersetzt, das ist bei Werbung genauso gerechtfertigt und wichtig wie bei Politik oder Kunst oder was weiß ich. Und ich widerspreche Tom, es geht gerade bei Werbung um den Gesamtzusammenhang von Text und Bild und es geht nicht darum, dass ein Mann nicht Chef sein darf und am Wochenende Zeit mit seinen Kindern verbringt, sondern die Frechheit ist, dass das Gegenteil von Chef, das MÄDCHEN für alles ist. Stimmt, Gerald und ich sind auf so was besonders sensibel, weil wir als Eltern gerade auf dieses Thema achtenl. Aber das ist immer so, Frauen sind sensibler auf Sexismus, MigrantInnen auf Rassismus etc.
Tom Schaffer
31.10.10 , 19:10
“Und ich widerspreche Tom, es geht gerade bei Werbung um den Gesamtzusammenhang von Text und Bild”
Wozu soll das ein Widerspruch sein? Das leuge nicht doch nicht.
“… sondern die Frechheit ist, dass das Gegenteil von Chef, das MÄDCHEN für alles ist.”
Wenn Gerald nicht versteht, warum “Mohr im Hemd” so ein Problem für manche ist, find ichs komisch, auf diesem Ausdruck groß herumzureiten. Das ist in etwas dasselbe, wobei das Mädchen im Gegensatz zum Mohr kein abwertendes Wort ist.
“Mädchen für alles” ist eine Art geflügeltes Wort das Angestellte beschreibt, die sich um vielerlei Zeug kümmern müssen, was tatsächlich das Gegenteil des Chefs darstellt. Das hat sich diese Werbung nicht so ausgedacht.
Dass ein Mann als Mädchen für alles mit den Kindern dargestellt wird, ist eher eine Aufweichung gängiger Rollenbilder. Das Gender-Element des “Mädchen für alles” wird damit – wenn ich so drüber nachdenke – eigentlich eher konterkariert.
Also was ist da jetzt das Problem? Dass “Mädchen” normalerweise weibliche Menschen bezeichnet? Es wird doch offensichtlich ein
ds
1.11.10 , 01:11
Nochmals: wer soll was “überprüfen” bei Kinderbuchinhalten oder Werbung?
ist das wirklich nur so ins leere gesagt oder denkst du dabei nicht doch ein klein wenig an Zensur?
Etwa so…Bundesamt zur Überprüfung und Freigabe gesellschaftlich erwünschter Darstellung in Medien und Druckwerken…
Lebenswert, dass ihr für euch dieses traditionelle Rollenbild aufbrecht, aber ihr schießt hier meilenweit übers Ziel.
@schaffertom: voll d’accord
Dyrnberg
1.11.10 , 11:11
“Chef” und “Mädchen für alles” werden in Dichotomie zu einander gebracht. Jemand, der Aufträge erteilt vs. einer, der Aufträge erfüllt.
Nun kann man den Ausdruck “Mädchen für alles” als sexistisch betrachten. Tu ich persönlich nicht.
Aber von mir aus hätte Mercedes schreiben sollen: “Unter der Woche sind Sie Chef. Am Wochenende LaufBURSCHE.”
Dan
1.11.10 , 12:11
Würde man in der Anzeige den Mann durch eine Frau austauschen könnte man das Sujet interessanterweise als genauso frauenfeindlich betrachten.
Das legt nahe, dass wir hier nur über unsere kulturellen Vorurteile sprechen.
Man könnte durchaus die Anzeige auch folgendermaßen interpretieren: Unter der Woche sind Sie (als Hausmann, der sich um die Kinder kümmert) der Chef. Am Wochenende “Mädchen für alles”, weil die Frau sagt, wo’s langgeht.
digiom (Jana Herwig)
1.11.10 , 12:11
Schöne Werbekritik, Einspruch gegen die Entweder/Oder-Rhetorik im letzten Satz (besser Erziehungsratgeber überarbeiten als Binnen-I hinterherjagen): Das sind ganz unterschiedliche Anwendungsfälle und es ist nicht so, als ob ein Aufwand in Sachen Binnen-I die Energie für Erziehungsratgeberüberarbeitung blockieren oder aufbrauchen würde. Vielmehr: Der Kopfstoß in Richtung Binnen-I-Anwendung dient der Forderung nach Revision von Genderrepräsentationen überhaupt nicht.
Ansonsten gehören die Ratgeber latürnich dringend überarbeitet und ebenso der gesamte Diskurs rund um die Geburt. Unerträglich, mit welchen Essentialismen und Mystifizierungen von ‘weiblicher Energie’ man da konfrontiert wird. Man könnte glauben, Kinder entstehen, wenn Frauen sich gemeinsam in ein Erdloch verkriechen und auf “ha! ha!” ausatmen.
Dan
1.11.10 , 12:11
Tja, das passiert wenn man die Kommentare davor nur überfliegt. Tatsächlich ist “Mädchen für alles” keine besonders erstrebenswerte Jobbeschreibung, aber das betrifft Männer und Frauen meiner Meinng nach gleichermaßen.
digiom (Jana Herwig)
1.11.10 , 12:11
Ceterum Censeo (ein paar Kommentare gelesen habend): Eine Aussage entsteht nicht nur durch das, was explizit gesagt oder im Bild ist, sondern ebenso durch das, was nicht gesagt oder nicht im Bild ist. Gerade dort liegt der ideologische Hund oft begraben. Insofern hat sich Gerald hier nichts ‘dazu’ gedacht, sondern eben dieses (das natürlich mehrdeutig ist) eingeholt.
ds
1.11.10 , 14:11
@digiom
Ratgeber gehören deiner Meinung nach überarbeitet?
Ist das dein Ernst?
Du musst diese Bücher ja nicht lesen, wenn sie dir ideologisch nicht passen. Der Zensurreflex von manchen hier erschreckt mich.
Dyrnberg
1.11.10 , 16:11
@ ds: Wenn digiom (oder auch die Bäcks) fordern, dass ein Inhalt überarbeitet und geändert werden sollte, weil er ihrer Meinung nach aus bestimmten Gründen verbesserungswürdig ist, dann ist das NICHT gleichzusetzen mit dem Rufen nach Zensur.
Das ist ein wichtiger Punkt. Denn wenn man dies mit dem Rufen nach Zensur gleichsetzt, dann ist Kritik (und in Kritik ist immer auch ein Änderungswunsch enthalten) nicht mehr möglich, oder wie siehst Du das? (Und wo Kritik nicht mehr möglich ist… oh oh.)
Zur Geburtsliteratur (und damit off-topic): Da gibt’s tatsächlich ziemlich schlimme und auch amüsante Bücher. Privatthese: Die Frau und auch das Kind werden da oft als Art “Indianer” dargestellt, die, wenn sie nur auf den eigenen Instinkt hören, immer recht haben und richtig handeln. In Harmonie mit dem Kosmos, sozusagen. Der Edle Wilde von Rousseau lässt grüßen. Diese naive Naturverehrung scheint nicht überwindbar.
ds
1.11.10 , 18:11
Schau, dyrnberg.
es ist einfach ein vergleichsweise großer semantischer Unterschied, ob man den Inhalt von Büchern kritisiert, oder ob man anregt, die Inhalte zu überprüfen.
Ersteres ist selbstverständlich ok, bei zweiterem begibt man sich auf sehr dünnes Eis.
Es geht ja nicht um steuergeldfinanzierte Schulbücher, sondern um Werbespots und von Privatpersonen und Verlagen produzierte Bücher. Hier kann (soll) man Kritik üben, aber ganz sicher nicht mehr!
Dan
1.11.10 , 18:11
Zensur ist echt praktisch! Wenn man eine Diskussion ad absurdum führen möchte, werfe man am besten der Gegenseite vor, sie fordere Zensur. Da die Gegenseite aller Wahrscheinlichkeit nach nicht Ursula van der Leyen heißt oder Mitglied der Grünen Oberösterreich ist, wird sie Zensur ebenfalls ablehnen. Sodann wird sich die Diskussion darum drehen, ob es sich nun um Zensur handelt oder nicht. Dass dabei sind in den meisten Fällen nicht einmal die strukturellen Voraussetzungen für Zensur gegeben sind, stört nicht weiter.
uniquolol
1.11.10 , 19:11
gnadenlos überinterpretiert…
Ein bisschen Toleranz sollte dann schon noch möglich sein. Selbstverständlich kann man das eigene Opferbewusstsein in alles hineinprojizieren und dann entsetzt aufschreien. Auch kann man hinter jeder alltäglichen Formulierung eine Attacke des Feindes wittern. Fragt sich nur: Wozu? bzw. Cui bono?
PS: Zum Mohr-im-Hemd-Problematik-Artikel könnte man noch die berühmten “Zehn kleine Negerlein” hinzufügen.
Tom Schaffer
2.11.10 , 01:11
@jana
mich würd jetzt schon interessieren: was ist hier deiner meinung nicht im bild? wenn du selbst sagst, dass das was nicht gezeigt wird mehrdeutig ist, wie kommst du dann zu dem widersprüchlichen schluss, gerald hätte sich seinen schluss nicht eingebildet? denn damit der als kritik legitim ist, muss es ja doch zumindest einigermaßen eindeutig sein.
ich seh hier keinen anhaltspunkt, dass die zur familie gehörenden frau in irgendeiner form negativ oder rückständig wegkommt. schau dir mal die restliche kampagne an. da kommt eine frau vor, die ich als dazugehörig zu der familie interpretiere – und sie ist architektin.
wenn man sich nur auf dieses eine sujet konzentriert, gilt die kritik imo auch nicht. ich seh hier ebensoviel legitimation eine erfolgreiche frau (oder gar keine) dazu zu denken, wie mir eine hausfrau dazu einzubilden.
was du hier im off des bildes vermutest, ist imo nicht der kampagne anzulasten, sondern entstammt deiner fantasie – und damit gehts im endeffekt höchstens um allgemeine sexistische geschlechterklischees. die story, die diese kampagne erzählt, ist imo einfach nicht sexistisch – auch nicht implizit. ein im beruf erfolgreicher mann spielt in seiner freizeit mit seinen kindern. ich tu mir wirklich schwer, das problem zu sehen. was hätte das sujet den anders tun müssen?
Martin Schimak
2.11.10 , 11:11
Stimme Tom vollinhaltlich zu. Nur damits alle wissen (und ich Comments abonnieren kann). Lg!
michaela
11.11.10 , 21:11
halte solche analysen für wichtig. verstehe die zensurvorwürfe überhaupt nicht, vielleicht wird da einiges durcheinandergebracht. werbung kann und soll sehr wohl auch als “spiegel der gesellschaft” analysiert werden.
noch zur sprache: es ist nur eine möglichkeit von vielen (und es gibt bessere) mittels binnen-i eine sprache zu verwenden, die die frau als gleichwertiges subjekt selbstverständlich einbezieht.