Grüne Vorwahlen und der Typ KIWI
In den letzte Wochen konnte ich im Rahmen meines Engagements bei den Grünen Vorwahlen die Wiener Grünen ein wenig besser kennen lernen. Ich muss dabei leider eine negative Zwischenbilanz für die Grünen ziehen. Neben einigen sehr netten und eloquenten Funktionären bei den Grünen stießen wir auch auf eine Menge Vorbehalte. Niemand hat sich erwartet, dass das Projekt überall mit offenen Armen aufgenommen wird, denn schließlich geht es dabei um Personalia und damit auch immer um Personen, die um ihre Posten bangen, weil sie vielleicht ihre Energie bisher nur auf interne Prozesse verschwendet haben.
Ich hätte mir aber gerade bei den Grünen eine offenere Umgangsweise erhofft. Allerdings wurde aus nicht nachvollziehbaren zum Beispiel noch immer kein Vorwähler (auch ich) durch den Grünen Landesvorstand bestätigt? Interessanterweise versteifen sich Grüne Funktionäre vor allem auf das Thema Mitarbeit von Unterstützern zum Beispiel hier und hier, wobei ich mich schon frage, welcher Funktionär in den letzten Jahren 130 neue Unterstützer für die Grünen mobiliseren konnte und ob dieses Engagement nicht schon mehr als genug Unterstützung ist? Im Zuge eben dieser Diskussion mit Grünen Funktionären bin ich am 29.4. auf der Homepage der Grünen (http://wien.gruene.at/mitmachen/) auf folgende Beschreibung für Unterstützer gestoßen:

Heute steht dort folgendes:

Ein Schelm, wer böses…..
Die meiner Meinung nach einzige richtige Antwort zum leidigen Thema Mitarbeit der Unterstützer, hat übrigens mein Schul- und Bloggerkollege franz joseph in seinem Blog gegeben, dem kann ich mich nur anschließen und nichts hinzufügen.
Übrigens findet am Freitag ab 19:30 unsere Grüne Vorwahlen Unterschriften Party bei Nicky und mir zu Hause. Wer Lust hat zu kommen, bitte via Facebook oder Email an gerald@baeck.at anmelden.

Thomas
6.05.09 , 14:05
Gut aufgepasst
Die Grünen haben eben Angst. Wer könnt’s ihnen verdenken? Die Initiative will einfach nicht verrecken, und bekommt wohl reale Macht. (Fast) Ohne einen Finger zu rühren. Klar bin ich neidisch wenn ich jahrelang wie deppert für eine Partei renn, und dann genau gleichviel Rechte hab wie jemand der nur einen Zettel ausgefüllt hat.
max
6.05.09 , 17:05
Den Grünen ist leider wirklich nichts zu Peinlich. Das sie wirklich diesen Text ändern hätte ich mir nicht gedacht…
Peinlich! Einfach nur Peinlich!
Judith
6.05.09 , 18:05
Die Erkenntnis schmerzt wohl, aber die grünen sind auch nur eine Partei. Mit allem, was dazu gehört: Mißgunst, Jasager, Intriganten, Machtspiele, Machtstreben, Mitläufer usw. Das größte Problem der grünen sind nun mal sie selbst. Nahezu jede persönliche Begegnung mit einem Vertreter dieser Partei hat mich mein Wahlverhalten nochmal grün(d)lich überdenken lassen.
Oliver
6.05.09 , 18:05
…und damit sorgen sie, wenn auch nur im “kleinen” Blogger-Kreis für noch mehr negative Eigenwerbung.
Ich habe mir auf meinem Blog die Google Statistiken für 2009 für die Grünen, Eva Glawischnig und Ulrike Lunacek angesehen. Teilweise nicht existent - mit wenigen Ausnahmen.
Bernhard Krön
10.05.09 , 21:05
Zu den Antworten: “die Grünen”, “die Grünen” - wir sind keine homogene Masse. Es gibt auch andere. Ich bin seit 2002 Mitglied und Aktivist bei den Wiener Grünen und ich unterstütze die “VorwählerInnen” zu 100%. Es denken viele in der Partei wie ich. Aber ja, es gibt auch andere, die der Initiative negativ gegenüber eingestellt sind. Leider.
Konterspieler
17.05.09 , 16:05
Wie lange bist du auf Lauer gelegen für diesen Screenshot?
Gratuliere!
Gerald Bäck
17.05.09 , 21:05
Hat nicht so lang gedauert. Ich hab den Screenshot gemacht, weil ich die Grüne Homepage als Argument in einer Diskussion mit einem Grünen Vorstandsmitglied angeführt habe. http://www.baeck.at/blog/2009/04/26/gruene-vorwahlen-mitreden-ohne-parteibuch/ Ich war mir aber damals schon fast sicher, dass die das ändern, wenn man sie nur darauf aufmerksam macht.