Buchkritik: Corporate Blogs von Klaus Eck

von n.baeck am 16.02.09

corporGuter Einstieg für Nochnichtblogger und PR-Profis.

Viele Kommunikationsprofis, die in und für Unternehmen arbeiten, stehen noch immer vor der Frage: Web 2.0. und Blogs sind wichtig für eine integrierte Kommunikation, aber wie kann ich das in die Unternehmenskommunikation professionell einbauen? Kann ich Entscheidungsträger jenseits der 30 überhaupt erreichen? Und macht es überhaupt Sinn, wenn ich nicht gerade ein cooles neues Produkt einführe oder für den IT-Bereich arbeite? Nach der Lektüre des Buches Corporate Blogs von Klaus Eck hat man zumindest eine Grundahnung, was machbar ist und was nicht. Wenn man von den üblichen Phrasen und Statistiken am Beginn des Buches absieht, unterscheidet sich Corporate Blogs vom Großteil der PR-Fachliteratur insofern, dass die Beispiele und Tipps in der täglichen Arbeit wirklich weiterhelfen können – inklusive der von vielen sehr geliebten Checklisten. Für die PR-Praktiker wirklich interessant sind vor allem die zwei Kernthemen von Eck: Erstens, wie kann ein Unternehmen oder Institution mit Bloggern umgehen. Es handelt sich bei Bloggern ja um nichts anderes als neue Stakeholder, die mit ihren ganz spezifischen Interessen und Medienverhalten ernst genommen werden müssen. Zweitens, wie muss ein erfolgreiches Corporate Blog ausschauen, was kann ein Unternehmen wirklich damit erreichen? Ein Mitarbeiter-Blog, Kampagnen-Blog, Customer Service Blog oder gar einen CEO-Blog sind technisch schnell eingerichtet, aber es er gelten bestimmte Regeln, um diese erfolgreich zu machen. Vor allem gilt in der Blogosphäre eine Nettiquette, deren Verletzung nach hinten los gehen kann. Aber auch da hat Eck gleich den richtigen Tipp: Wie kann ich einen Blog für die Krisen PR nutzen.

Für echte Blogger bringt es nichts wirklich Neues, für Kommunikationsprofis ist es ein guter Einstieg in die Möglichkeiten des Web 2.0. Auf jeden Fall macht das Buch eindeutig und anschaulich Schluss mit dem Vorurteil, dass Bloggen nicht wirklich businessrelevant und nur ein Spaß von ein paar engagierten Privatpersonen ist. Wer sich weiter mit dem Thema beschäftigen möchte, dem sei Klaus Ecks PR- und Marketing-Blog unter www.pr-blogger.de empfohlen. Ein wichtiger Punkt: Klaus Eck hat wirklich Ahnung und vor allem Erfahrung; man nimmt ihm ab, was er sagt.

INFORMATIONEN ZUM BUCH:

Titel: Corporate Blogs
Autor: Klaus Eck

Verlag: Orell Füssli (Februar 2007)
ISBN-10: 328005222X
ISBN-13: 978-3280052228

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Neue Autorin, neues Blog

von Gerald Bäck am 15.02.09

In den nächsten Wochen werden meine Frau Nicole Bäck-Knapp und ich ein neues Blog zum Thema Public Relations, Social Media, Medienbeobachtung und alles was so drumherum damit zusammenhängt. Quasi als Vorgeschmack und zum Eingewöhnen für uns werden bis dahin ein paar Beiträge von uns dazu auf diesem Blog erscheinen, auch wenn es nicht unbedingt ganz zu diesem privaten Blog passt. Den Anfang wird morgen Nicole mit einer Buchkritik über das Buch Corporate Blogs von Klaus Eck.

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von Gerald Bäck am 11.02.09

Vor ein paar Wochen erschien auf Medial & Digital ein sehr interessantes Interview mit der Twitter-Ikone Nicole Simon über die Dos und Donts von twitternden Verlagen. Ein schönes Beispiel wie man als Medium nicht twittert liefert @fmstories.

Am 4. Februar nahm FM4 unter dem Namen fm4stories seine Arbeit auf Twitter auf. Ziemlich zeitgleich begann FM4 auch jede Menge Twitter User zu followen nur um diese wieder circa einen Tag nachher zu entfollowen. Also ein klassischer Fall von Spam. Dabei hätte FM4 mit DaddyD einen Experten an der Hand, der genau weiß, wie man Twitter nutzt.  Wie unbeliebt das Auftreten von FM4 mit dem Account fm4stories ist kann man hier sehen.

Aber abgesehen von dieser sehr perfiden Spamaktion, wird der Twitter-Account von FM4 nur zum verbreiten der eigenen Nachrichten benutzt. Bis jetzt ist noch kein Fall dokumentiert, wo FM4 auf Replies geantwortet hätte. Im Prinzip wird der Twitter-Account also lediglich als RSS-Feed missbraucht.  Fazit: FM4 hat Twitter nicht verstanden, verstößt dabei gegen die Nettiquette und nutzt den Account lediglich zum broadcasten.

Im übrigen bin ich der Meinung, dass die Internetdebatte im Falter fortgesetzt werden sollte.

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