Wahlkarte hilft gegen SPÖ-Datensammler

von Gerald Bäck am 20.05.09

wahlurneBei jeder Wahl ärgere ich mich. Der geneigte Leser wird sich jetzt nicht wundern, denn schließlich ärgere ich mich über so Einiges. Zum Beispiel darüber, dass ich nicht aus Absicht aber trotzdem immer die Wahlverlierer wähle. Wäre ich abergläubig müsste ich bei der EU-Wahl die FPÖ wählen. Ich glaube aber an den lieben Gott und die Logik und deswegen werde ich die Grünen wählen. Gott, Logik, Grüne passt alles nicht so zusammen? Wurscht, erklär ich irgendwann mal. Abergläubige Grüne sollten sich also spätestens jetzt Sorgen machen, die anderen tun es wahrscheinlich ohnehin schon. Aber darum geht es heute ausnahmsweise überhaupt nicht, denn richtig sollte es heißen: Ich ärgere mich bei jedem Wahlgang.

Und zwar über die Wiener SPÖ, die extra zwei Wahlzeugen abstellt, um mitzuschreiben, wer wählen geht und wer nicht. Diese Mitschriften werden regelmäßig von einem Parteimitarbeiter abgeholt und in der jeweiligen Sektion oder Bezirkszentrale in eine Datenbank eingegeben. Die SPÖ macht das, um noch am Wahltag Mitglieder und vermeintliche Sympathisanten per Klingeltour zur Wahl zu animieren. Ok, bei mir haben die noch nie angeläutet, aber sie verfügen über relativ genaue Aufzeichnungen, wann ich wählen war und wann nicht. (Ja, Fischer gegen Fererro war mir einfach egal.) Ich bin kein Jurist und kann den Vorgang rechtlich leider nicht beurteilen, aber für mich gehört die Tatsache, ob ich an einer Wahl teilnehme oder nicht, ebenfalls zum Wahlgeheimnis und so lange ich das nicht preisgebe, geht’s auch keinen etwas an. Und wenn es vielleicht nicht unter das Wahlgeheimnis fällt, dann sollte doch zumindest die elektronische Aufzeichnung über meine Wahlteilnahme ein datenschutzrechtliches Problem darstellen.

Ein Anruf bei der SPÖ, eine Email an die Pressestelle und eine Twittermessage an @ElisabethHakel, die Pressesprecherin der SPÖ, blieben bisher leider unbeantwortet. Ich bin kein Jurist und kann die Rechtslage daher überhaupt nicht einschätzen, aber vielleicht wäre es interessant einen Musterprozess zu führen und so in Zukunft dieses Datensammeln der Wiener SPÖ zu unterbinden.

Wem aus verständlichen Gründen ein Prozess zu riskant und aufwändig ist, für den gibt es aber trotzdem eine Möglichkeit der SPÖ das Daten sammeln zumindest zu erschweren. Nämlich mit einer Wahlkarte und anschließender Wahl in einem anderen Bezirk oder zumindest in einem anderen Sprengel. Dadurch wird ein Tracking für die SPÖ relativ schwer, wenn auch wahrscheinlich nicht unmöglich. Wahlkarten kann man übrigens ganz bequem hier online bestellen.

Das Thema betrifft wahrscheinlich nicht nur sie SPÖ in Wien, sondern wahrscheinlich in anderen Bundesländern die ÖVP. Wäre interessant, wenn das Leser aus anderen Bundesländern hier berichten könnten.

Mit der SPÖ den öffentlichen Verkehr verteuern

von Gerald Bäck am 29.04.09

Kyoto-Protokoll, Treibhaus-Effekt, Co2-Belastung, war da nicht was? Anscheinend nicht, wenn man sich die Handlungen der SPÖ in Wien so ansieht. Beinahe im Vorbeigehen verkündete heute Renate Brauner die Erhöhung der Fahrscheinpreise von Euro 1,70 auf 1,80. Anscheinend war es das Bestreben der Wiener SPÖ der dümmlichen Abwrackprämie noch eins drauf zu setzen bzw. diese mit einer Verteuerung der Öffis zu toppen.

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Irgendwas war da doch noch? Ah ja, wollte nicht der oberste Barolo-Experte persönlich am letzten Landesparteitag dafür sorgen, dass die Reichen zur Kasse gebeten werden und nicht ausschließlich die Ärmeren für die Krise zahlen sollen? Vielleicht lieg ich da falsch, oder fahren Herr Treichl und Herr Haselsteiner neuerdings U-Bahn?

Interessant ist auch noch was Faymann zu einer Preiserhöhung bei den ÖBB im Vorjahr gesagt hat:

Das wäre ein katastrophales Signal: Alles wird teuerer und dann steigt auch noch die Bahn und irgendwann ist die Mobilität der Menschen eingeschränkt

Aber die ÖBB kann man natürlich nicht mit den Wiener Verkehrsbetrieben vergleichen und nur am Rande sei erwähnt, dass SPÖ-Ministerin Bures heuer natürlich auch die Preise der ÖBB erhöhen wird. Das zeigt einmal mehr wie ernst man es bei der SPÖ mit der Wahrheit nimmt.

Faymann Remixed – Plakat Aktion der Grünen

von Gerald Bäck am 13.04.09

Jeder hat sich wohl schon über das neue Plakat der SPÖ gewundert:

faymann_phase1

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