HC Strache for UHBP

von Gerald Bäck am 24.02.10

Ich habe mich geirrt, als ich die den Auftakt zur Kampagne von Bundespräsident Heinz Fischer als verunglückt bezeichnet habe. Aus einer Social Media Sicht mag das zwar stimmen, aber selbst dort machen das seine engen Mitarbeiter der Internetmicki und der Wahlkampfmicki sehr geschickt. Dass der unsäglich schmierige Klaus Pandi - der Dominic Heinzl unter den Politikjournalisten - Stefan Bachleitner als Wahlkampfmicki runtergeputzt hat, wird diesem nicht nur nicht gerecht, sondern sollte eher als Auszeichnung verstanden werden, was die Sache aber nicht besser macht. Ich halte auch das Video nach wie vor für gespreizt, gestellt und unnatürlich, aber ein lockeres Video ist mit dem Kandidaten wahrscheinlich nicht drin. Trotzdem war der Auftakt zur Kampagne aus heutiger Sicht ein voller Erfolg, weil eben trotz Youtube Auftritt nicht das Web-Publikum die Zielgruppe war, sondern die klassischen Medien. Die neuerliche Kandidatur wäre nämlich keine echte Nachricht gewesen, aber dass er das über Youtube bekannt gibt, schon. Nur so konnte das eigene Bildmaterial in der ZIB1 untergebracht werden und nur so konnte eine so massive Berichterstattung in der Printmedien initiiert werden. Der nächste, der seine Kandidatur über Youtube bekannt gibt, wird diesen Effekt wahrscheinlich nicht mehr voll nützen können.

Gewonnen hat Heinz Fischer die Wahl ohnehin schon, bevor der Wahlkampf überhaupt begonnen hat. Wichtig ist aus seiner Sicht nur noch die Wahlbeteiligung, denn egal wer antritt, die Person wird kein Gegner für Heinz Fischer sein.

Mittlerweile hat allerdings die FPÖ bekannt gegeben, ebenfalls mit einem eigenen Kadidaten antreten zu wollen. Und ich hoffe, dass es HC Strache ist. Es wäre der größte Fehler den die FPÖ machen könnte. Denn bisher hat die Strache-FPÖ Wahlen nicht wegen ihres Spitzenkandiaten gewonnen, sondern weil die FPÖ zur Single-Issue Partei wurde. Ich hab ja nichts gegen Single-Issue Parteien, die Grünen waren mal eine, bis sie zur No-Issue Partei wurden und die Piraten werden hoffentlich irgendwann mal eine ernstzunehmende Single-Issue Alternative. Bei der FPÖ scheitert es leider am falschen Issue. In zwei Worten ließe sich die Partei am einfachsten mit bösartig und fremdenfeindlich beschreiben. Aber darüber will ich mich gar nicht auslassen, den Martin Grafs dieser Welt wird ohnehin viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. So viel, dass manche Organisationen dabei ihre eigentlichen politischen Ziele vergessen und sich nur noch in ihrer Feindschaft zur FPÖ definieren. Ein externer Feind ist eben etwas sehr praktisches und lässt sich herrlich in die so geliebte Antifa-Folklore einbauen.

Warum ich hoffe, dass HC Strache antritt, ist ganz einfach. Weil mit Single-Issue bei der Bundespräsidentenwahl nichts zu holen ist. Kein Österreicher, keine Österreicherin wird sich mit den üblichen ausländerfeindlichen Parolen hinter dem Ofen hervorlocken lassen. Medien und WählerInnen werde sich bei dieser Wahl auf das konzentrieren, worum es geht: Auf die Personen. Und wenn es um die Person geht, kann HC Strache nur verlieren. Dazu fehlt es ihm nicht nur an Integrität und Schlagfertigkeit, sondern auch an Intelligenz und Allgemeinbildung. Einen Schmäh, der im Bierzelt gut ankommt, den möchte keiner in der Hofburg haben, nicht einmal die Bierzeltbesucher. HC Strache würde meiner Meinung nach jedenfalls unter dem FPÖ Wahlergebnis bleiben. Es wäre die Möglichkeit, die FPÖ zu entzaubern, die immer wieder siegen muss, um den volksnahen Nimbus zu erhalten.

Bei einer Kandidatin Rosenkranz wäre die Sache übrigens ähnlich. Die ist zwar nicht ganz so dumm wie HC aber kaum öffentlichwirksam, weil sie zu verschroben ist. Im übrigen würde ihr rechtsradikales Familienumfeld mit einem Ehemann, der für eine Organisation tätig war, die wegen Wiederbetätigung verboten wurde, wohl ebenfalls nicht so gut bei der Bevölkerung ankommen. Allerdings könnte sich bei einer Niederlage von Rosenkranz könnte Strache ganz elegant abputzen.

Ein gutmenschlicher Aufschrei gegen Strache oder Rosenkranz wäre, so verständlich der auch sein mag, wie meistens kontraproduktiv und ungefähr genauso sinnvoll wie das entfrienden von Strache Freunden auf Facebook, das gerade Mode zu sein scheint.

Parteien und die Demokratie

von Gerald Bäck am 15.02.10

JournalistInnen kann man es nie recht machen. So gesehen bei den jüngsten Entwicklungen rund um die Kärntner SPÖ. Dort soll eine Abstimmung am Parteitag darüber entscheiden, wer der oder die nächste Vorsitzende wird. Schon wird vom Chaos und einer zerstrittenen Partei gesprochen. Das mag zwar stimmen, ich bin zum Glück kein Experte in Sachen SPÖ-Kärnten, ist aber trotzdem unfair, denn hätte ein Gremium einen Parteivorsitzenden zum Abnicken am Parteitag vorbestimmt, wäre ebenfalls und zurecht die mangelnde innerparteiliche Demokratie kritisiert worden.

Mit der Demokratie im eigenen Haus haben politische Organisationen traditionell Probleme. Sei es die Wiener ÖVP, die lieber Christine Marek von einem Gremium zur Wiener Chefin küren lässt, die Wiener Grünen, zu deren Pseudobasisdemokratie ohnehin schon zu viele Worte verloren wurden und die jetzt an der Basisdemokratie vorbei Van der Bellen als Stadtrat schummeln wollen, die FPÖ und ihre Derivate, Distributionen und Updates, deren Mitglieder zuweilen nicht sicher sicher sind, welcher Parteiname gerade auf ihrer Mitgliedskarte steht, der ÖGB, wo noch nie ein Chef von seinen Mitgliedern gewählt wurde, die Wirtschaftskammer, wo ein restriktives, bürokratisches Wahlrecht die Vorherrschaft des Wirtschaftsbundes absichert oder sogar “private” Vereine wie das Olympische Komitee.  Sie alle hätten enormen Aufholbedarf in Sachen Demokratie und demokratischer Meinungsbildung.

Die Frage dabei ist allerdings, zahlt sich diese innerparteiliche Demokratie für die Parteien selbst aus. Hubert Sickinger führt zu Recht an, dass es in der Geschichte der österreichischen Parteien kaum eine Partei gäbe, die gestärkt aus einer Kampfabstimmung hervor ging. Einziges Beispiel ist laut Sickinger die Wahl Bruno Kreiskys 1967 gegen Hans Czettel, aus der die SPÖ gestärkt hervor ging und die Wahlen gegen die Alleinregierung Klaus gewinnen konnte. Mir fällt da noch Haider gegen Steger 1986 im Kampf um den FPÖ-Vorsitz ein, womit zumindest die FPÖ gestärkt wurde. Als Beispiel für für eine funktionierende innerparteiliche Demokratie kann die Wahl Haider aber trotzdem nicht herhalten, wurden doch anschließend seine Gegner systematisch aus der Partei gedrängt.

Sickinger führt an, dass es Parteien meistens geschadet hat, wenn Obleute aus Kampfabstimmungen hervor gingen. So zum Beipspiel der Wiener ÖVP 1989 als dort Erhard Busek abgewählt und der bis heute unbekannte Petrik installiert wurde. Seither konnte die ÖVP in Wien nicht mehr ordentlich Fuß fassen, hadert zwischen Urbanität und Law & Order Politik und dümpelt konstant im unteren Bereich der Wählergunst dahin. Allerdings konnten der Wiener ÖVP auch die anschließenden gremial verordneten Obmänner nicht wirklich helfen. Görg, Finz, Hahn und Marek folgten auf den glücklosen Petrik und konnten ebenfalls nichts zur Verbesserung der Lage der Wiener ÖVP beitragen. Ein weiteres Beispiel ist die bereits erwähnte Kärntner SPÖ, der weder Kampfabstimmungen noch vom Vorstand vorbestimmte Obleute wirklich helfen konnten. Gerade im Bereich der durch Gremien vorbestimmten Obleute gibt es ein lange Reihe von Personen quer durch alle Parteien, die nicht die Erwartungen erfüllen konnten, da wären: Bernhard Görg (ÖVP Wien), Wilhelm Molterer (ÖVP), Heidemaria Onodi (SPÖ NÖ), Viktor Klima (SPÖ), Werner Faymann (SPÖ) oder Eva Glawischnig (GRÜNE), um nur die Spitzen des großen Eisberges an erfolglos und undemokratisch installierten Obleuten zu nennen. Eine Liste, die jedenfalls um einiges länger ist als jene der erfolglosen durch Kampfabstimmung bestellten Obleute.

Für mich heißt das, dass daraus kein Trend oder gar eine Blaupause für erfolgreiche Parteien abzuleiten wäre. Die Frage ist vielmehr, warum zum Beispiel das Vorwahlsystem in den USA so gut als Motivator für die eigentliche Wahl funktioniert. Zuletzt war das bei Obama gegen McCain zu beobachten, während McCain ohne ernstzunehmende Gegner die Vorwahl für sich entscheiden konnte, fehlte ihm dann im eigentlichen Wahlkampf das Momentum, die Motivation seiner Anhänger, die wieder Obama aus den spannenden Vorwahlen gegen Clinton mitnehmen konnte. In Österreich, das behaupten Politologen zurecht, wären Vorwahlen zum Scheitern verurteilt, weil es an den entsprechenden attraktiven KandidatInnen fehlt. Diese werden schon vorsorglich von jeweiligen Parteiapparat so lange frustriert bis sie entweder entnervt das Handtuch werfen oder selbst zu einem Rädchen in der politischen Frustrationsmaschine geworden sind. Kampfabstimmungen sind nach innerparteilicher Logik Pannen in der gut geölten Parteimaschine, sie werden als Ausrutscher als Unfälle begriffen und führen damit unweigerlich zu einer Schwächung der Organisation. Für ÖVP und SPÖ ist in Sachen innerparteilicher Demokratie der Zug ohnehin abgefahren, dort kann man nur noch auf einen Gorbatschov Effekt hoffen. Die FPÖ und ihre Ausscheidungen stehen ohnehin außerhalb jeglicher rationaler Erklärungsmuster und die Grünen sind auf dem besten Weg zur herkömmlichen Kaderpartei. Also keine guten Aussichten auf demokratische Parteien in Österreich.

Reichweitenmessung auf Twitter

von Gerald Bäck am 11.02.10

Dieses Blogposting ist quasi derNachtrag zu meiner Session am Barcamp Klagenfurt über Reichweitenmessung auf Twitter. Twitter ist nach wie vor ein faszinierendes Tool auch wenn meinem subjektiven Eindruck nach die Menge der Nachrichten und die neuen Anmeldungen sehr stark abgenommen haben. Und natürlich ist Twitter nicht nur ein Kommunikationstool für Idealisten, sondern ein sehr gutes Marketing- und Kampagnentool. Das erst einmal erkannt, stellt sich sehr schnell die Frage nach der eigenen Reichweite. Einen ersten Versuch einer Antwort habe ich mit meinem Artikel über die Reichweite von #unibrennt gegeben. Ein Versuch deswegen, weil viele Faktoren nicht berücksichtigt werden konnten. So ist es nicht möglich zu erheben, wie oft ein Tweet tatsächlich gelesen wurde oder welchen Anteil an den Gesamtnachrichten das Thema hatte. Meine Erhebungen schlossen damit, dass 21,5 Millionen Leser und davon 400.000 eindeutige in nur vier Wochen durch #unibrennt erreicht werden konnten.

Auch im Printbereich gibt es eine Reichweitenmessung, die ebenfalls nicht unumstritten ist. So kommt es nicht nur mir sehr komisch vor, dass die Presse trotz nachweislich höherer Auflage bei der Mediaanalyse um Längen schlechter als der Standard abschneidet. Das gleiche gilt meiner Meinung nach für den Teletest, der schon lange nicht mehr die medialen Rezeptionsverhältnisse in den österreichischen Wohnzimmern abbilden kann. Größter Schwachpunkt aller Messmethoden ist es, dass die Aufmerksamkeit der RezipientInnen unberücksichtigt bleibt. Es ist schlicht unmöglich zu erfassen, welche Artikel einer Zeitung gelesen werden, welcher Tweet gesehen wird oder ob der Fernseher nicht nur allein vor sich hinläuft.

Die Skurrilen

Für Twitter gibt es eine Menge Tools, die versuchen die eigene Reichweite, den eigenen Einfluss auf das, was auf Twitter passiert, abzubilden. Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um meistens skurrile Tools, die einen nicht nachvollziehbaren Wert ausgeben. Zusätzlich verheimlichen nahezu alle Anbieter die genaue Formel und geben nur ungefähre Angaben darüber, wie das eigene Ranking erstellt wurde. Jörg Marx hat sich schon vor längerer Zeit diese Dienste vorgenommen und analysiert, dem ist kaum etwas hinzuzufügen als meine Liste der skurrilen Seiten:

Die Charts

Auf der anderen Seite gibt es jede Menge Twittercharts, die einzig und allein auf der Menge der eigenen Follower basieren. Meiner Meinung nach ist die Anzahl der eigenen Follower höchstens ein Anhaltspunkt für die eigene Reichweite. Mittlerweile ist es relativ einfach möglich, sehr schnell tausende Follower zu bekommen, die aber keinen realen Wert haben, weil diese Follower nur erspamt wurden und höchstwahrscheinlich die eigenen Tweets nie lesen werden. Indizien dafür, dass die Followerzahl für die Rezeption nicht unbedingt relevant ist, geben die Dienste twitpic und bit.ly. Beide geben in ihrer API die Anzahl der Klicks auf einem Link aus. Bei der Auswertung dieser Links zum Beispiel für #unibrennt ergab sich, dass die Menge der Follower keinen wesentlichen Einfluss auf die Zahl der Klicks hatte. User mit zehntausenden Followern konnten nicht mehr Klicks generieren als User mit ein- oder zweitausend Followern. Der wichtigste Vertreter dieser Art von Charts ist für Österreich twittercharts.at, die rein auf den Followerzahlen und der zugehörigen Geoangabe basiert.

Relevant ist nicht die Followeranzahl, sondern die Following Liste Deiner Follower

Sehr schnell hat sich auf Twitter die Zahl der Follower als Messgröße für die Reichweite etabliert. Dadurch traten ebenfalls sehr schnell verschiedene Anbieter auf den Plan, die im wesentlichen den Austausch von Followern anbieten. Ähnlich zum Linktausch folgt man sich also gegenseitig und erhöht so ebenfalls gegenseitig den eigenen Counter. Manche haben daher das Verhältnis zwischen Followern und Following als Messgröße vorgeschlagen. Meiner Meinung nach ist dieser Wert aber eine absolut irrelevante Größe und lässt wirklich logische Rückschlüsse kaum zu und kann höchstens als Faktor für einen Spamcheck verwendet werden.

Mein Ansatz dazu ist, dass es für die Reichweite auf Twitter vor allem relevant ist, wie vielen anderen Accounts Deine Follower folgen. Das heißt folgt mir jemand, der noch 10.000 anderen folgt, habe ich auch nur ein zehntausendstel seiner Aufmerksamkeit also einenWert von 0.0001. Folgt mein Follower hingegen nur 100 anderen Personen, wäre sein Wert 0,01. Dieser Follower wäre also wesentlich wertvoller für die eigene Reichweite. Rein technisch muss man also regelmäßig über die Twitter API die Daten jedes einzelnen Follower abfragen und so einen Reichweiten- bzw. Aufmerksamkeitswert für jeden einzelnen User errechnen. Ich habe das im letzten Jahr sehr intensiv mit einer eigenen Applikation gemacht und mittlerweile circa 16 Millionen Profile in der Datenbank. Aus diesen Daten ergibt sich folgendes Ranking für die Twitterantinnen aus Österreich:

PR Value Follower
1. twidroid 7644.73 112549
2. ArminWolf 1206.46 10722
3. MSF_austria 691.23 2445
4. Vergraemer 370.15 13167
5. unibrennt 278.18 2667
6. gulli_com 238.13 4620
7. betathomecom 193.00 451
8. lomography 191.93 9496
9. datadirt 155.52 50355
10. bre 115.18 9637
11. bensen 102.03 1497
12. twistori 101.63 2687
13. misik 94.37 3551
14. bartelme 93.22 8170
15. Verfuehrung 89.30 1247
16. webstandardat 88.46 1798
17. DominicHeinzl 80.37 1588
18. preisjaeger 78.60 741
19. unsereuni 78.03 759
20. Lokalzeitung 76.85 2597
21. Oberhauser 74.70 60562
22. Kleissner 74.36 766
23. Redbullairrace 73.62 3345
24. martinblumenau 69.77 2515
25. TUbrennt 69.01 732
26. fm4stories 66.70 2671
27. Firma_AT 64.53 258
28. EPOorg 59.43 901
29. Lookcook 58.51 28600
30. JSCarroll 55.41 2491
31. appCraftorg 53.84 1308
32. Touchtalk 52.32 864
33. thomasfuchs 50.26 4776
34. gameswelt 48.14 670
35. DieterBornemann 47.50 1586
36. officialcs 47.02 804
37. gruene_at 46.64 1014
38. chorherr 44.92 1484
39. FKAustriaWien 44.45 506
40. Travelwriticus 44.02 23564
41. peterpur 43.64 953
42. derStandardat 43.27 1348
43. sfreud 42.98 2002
44. iaeaorg 42.93 1444
45. AiGameDev 42.06 1060
46. georgholzer 41.59 2023
47. ChrisJunius 41.41 555
48. corinnamilborn 41.03 1916
49. Attac_Austria 38.60 1845
50. parov_stelar 38.15 781

Ein großes Problem dieser Methode ergibt sich aus den inaktiven Accounts, die hier nicht ausgeschieden wurden. Deswegen gilt es als erstes festzulegen, wann denn ein Account inaktiv ist. Mein zugegebenermaßen relativ willkürlicher Ansatz war, ein Set von Mindestkriterien zusammenzustellen. Inaktiv ist man also wenn nicht alle diese Kriterien erfüllt sind.

  • Mindestens 25 Follower
  • Mindestens 25 Following
  • Mindestens 25 Updates
  • Letztes Update nicht älter als vier Wochen

Daraus ergibt sich folgendes Ranking:

PR Value Follower
1. twidroid 385.34 112549
2. datadirt 41.46 50355
3. lomography 41.14 9496
4. Oberhauser 35.95 60562
5. Vergraemer 33.42 13167
6. bre 27.78 9637
7. bartelme 27.65 8170
8. ArminWolf 25.38 10722
9. gulli_com 18.20 4620
10. thomasfuchs 15.77 4776
11. Travelwriticus 15.61 23564
12. Lookcook 15.21 28600
13. europortal 13.15 26405
14. misik 11.27 3551
15. Metacowboy 11.19 20059
16. MarkusKirchmair 10.94 3285
17. Marko_Gross 10.71 21002
18. JSCarroll 9.10 2491
19. sos4children 8.70 8359
20. amyhoy 8.51 3371
21. martinblumenau 8.23 2515
22. checkfelix 8.10 5662
23. pressefreiheit 8.07 3984
24. twistori 7.91 2687
25. soup_io 7.38 2122
26. unibrennt 7.33 2667
27. georgholzer 7.22 2023
28. liechtenecker 6.95 2375
29. muesli 6.93 1735
30. corinnamilborn 6.93 1916
31. toskana 6.82 18186
32. linzerschnitte 6.76 2311
33. franzku 6.66 12095
34. snapixel 6.26 4109
35. the_maki 6.18 1362
36. phreak20 6.13 2615
37. EdWohlfahrt 6.07 3391
38. Redbullairrace 6.06 3345
39. thomas 5.99 3114
40. fm4stories 5.88 2671
41. Luca 5.84 2094
42. geraldbaeck 5.82 2164
43. mydog 5.79 7346
44. chorherr 5.78 1484
45. johannes_mono 5.65 1637
46. webstandardat 5.61 1798
47. maxreport 5.49 2093
48. idLOOP 5.44 8728
49. DieterBornemann 5.37 1586
50. bensen 5.34 1497

Größtes Problem an dieser Methode ist, dass passive Nutzer, von denen es angeblich relativ viele geben soll, nicht berücksichtigt werden, weil diese eben keine Updates schreiben. Außerdem könnte auch diese Methode exploited werden, wenn auch mit erheblichen Aufwand. Ein guter Vorschlag zur Umgehung dieses Problems kam am Barcamp Klagenfurt. Man könnte doch die Following Anzahl regelmäßig erheben und wenn sich diese ändert, als Zeichen der Aktivität deuten. Meiner Meinung nach ein sehr guter und tauglicher Vorschlag, dessen programmtechnische Umsetzung mich aber noch eine Weile beschäftigen wird.

Beide Varianten zeigen, aber, dass auch hier die User mit hohen Followerzahlen ganz weit vorne sind. Deswegen verfolge ich gedanklich einen ganz neuen Ansatz.

Listen sind die neuen Follower

Das Listen Feature auf twitter wird meiner Meinung nach derzeit unterschätzt. Einerseits weil viele Clients noch keine gute Implementierung vorgenommen haben und andererseits, weil viele Nutzer einfach noch nichts damit anfangen können. Trotzdem denke ich, dass sich 2010 Listen stärker verbreiten werden, weil es langfristig die beste Möglichkeit ist seine Interessen zu organisieren und kategorisieren. Twitter-User, die häufig gelistet werden, scheinen für andere User besonders interessant oder gar kategorisierungswürdig. Das heißt für mich, dass die simple Anzahl der Listungen ein erstes Indiz für die eigene Reichweite wäre, wahrscheinlich aussagekräftiger als die Zahl der Follower. Setzt sich diese Ansicht allerdings druch, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich professionelle Backlistingservices etablieren und ein solches Ranking ad absurdum führen. Deswegen müsste man eben auch die Zahl der Abonennten einer Liste berücksichtigen, was aber wiederum erst Sinn machen würde, wenn die meisten Clients Abos sinnvoll implementiert haben.

Die nächsten Schritte für mein Reichweitenprojekt werden also die bessere identifizierung von inaktiven Users sein und ein taugliches Modell fürs Ranking nach Listen zu erdenken. Unberücksichtigt bliebt bei mir bisher die Anzahl der mentions und Retweets, die ich zwar ebenfalls erhoben habe, aber hier ebenfalls noch eine Interpretationsweise gefunden werden muss.