#ppcast Resümee
Fast 6 Stunden waren wir gestern auf Sendung und es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Eine Interpretation des Wahlergebnisses werde ich morgen nachliefern. Sehr spannend war die Kombination aus Gästen vor Ort und die Einbindung von Twitter und Skype, die uns bestimmt nicht immer ganz gelungen ist. Danke jedenfalls an Volker Plass und Christoph Chorherr für die interessanten Einsichten und die gute Diskussion. Und weil ich gerade beim Danken bin auch ein großes Danke an Sektor5, die uns ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben und an Max und seinen Bruder für das Equipment.
In Zukunft haben wir einiges vor, das ich mal teilweise unabgesprochen mit meinen Kollegen poste und hier diskutiert werden soll.
Der Politikpodcast muss sich emanzipieren
Der Podcast muss weg vom BäckBlog, einerseits weil dadurch eine Vereinnahmung durch mich entsteht und andererseits weil es eben mehr ist als der Podcast zu einem Blog. Langfristig soll es eben der Podcast von politischen BlogerInnen in Österreich werden. Der Podcast sollte also eine eigene Url, eigenes Logo und eigenen Feed bekommen.
Wir senden Live
Das Live Format hat sich bewährt und sollte bei jedem Podcast zur Anwendung kommen. Zusätzlich gibts natürlich immer noch die Aufzeichnung davon.
Sollen wir uns weiter verbreiten?
Bisher war der Podcast immer von Konzept her so angelegt, dass sich politikinteressierte über Politik unterhalten, egal wie lang das dauert und egal wie das draußen ankommt. Podcasten hat eben den Vorteil, dass wir uns nicht an vorgegebene Formate halten müssen. Deswegen haben wir eine relativ schwache Moderation, vor der Sendung nur einen sehr rudimentären Themenplan und keine Zeitvorgabe. Würden wir uns bemühen unseren Podcast zum Beispiel auch auf Radio Orange oder auf Okto zu bringen, müssten wir uns einigen Regeln unterwerfen, die wir jetzt gerne missachten, andererseits erreichen wir dadurch eine breitere Masse.
Uns würden Eure Kommentare und Eur Vorstellungen interessieren, wie es weiter gehen soll mit unserem Podcast, was wir besser machen können und was wir beibehalten sollen?

brainstorming
11.10.10 , 11:10
Also ich habe den #ppcast gestern einige Stunden mitverfolgt und muss sagen, dass der Informations- und Unterhaltungswert doch sehr hoch waren.
Die teilweise unterschiedlichen Interpretationen der Hochrechnungen waren spannend, authentisch und verständlich. Der Spass kam auch nicht zu kurz.
Ich bin mit ‘eurem Format’ also vollkommen zufrieden, es hat was unabhängiges und wirkt gleichzeitig auch (semi)professionell. Sollten die vorgegebenen Regeln, um eine Ausstrahlung auf Radio Orange oder Okto zu erreichen, das zerstören, wäre ich persönlich enttäuscht. Nachgefragt: Welche ‘Regeln’ sind denn das eigentlich?
Auch die Einbindung mit Twitter hat recht gut funktioniert und ich kann mir also sehr gut vorstellen, dass die Diskussionsrunde in Zukunft noch größer ist.
Danke für euer Engangement!
Helmut Fischer
11.10.10 , 11:10
Volle Zustimmung zur “Emazipation”. Das tut – glaube ich – gut.
“…egal wie lang das dauert und egal wie das draußen ankommt. …Vorteil, …nicht an vorgegebene Formate halten…Moderation”
das ist gut so.
“…Radio Orange oder auf Okto…Regeln unterwerfen”
nicht gut.
“…erreichen wir dadurch eine breitere Masse.”
kann und wird sich auch “eigeninitiativ” entwickeln. Sicher nicht so rasch und so weit.
Aber ist das wirklich das Ziel?
my 2 cents
/-/efi
Dyrnberg
11.10.10 , 19:10
Ich fand’s gelungen, aber das Hauptproblem war für mich: Entweder man folgt den Infosendungen im TV, dann ist der #ppcast störend, oder umgekehrt. Wenn man dann Euch zuschaut, sieht man, wie eine Runde von Menschen auf einen Screen schaut und Dinge im TV kommentiert, die man selbst nicht wirklich mitbekommt. (Mal abgesehen davon, dass Ihr ja auch das Gespräch am Laufen halten müsst und damit auch wenig mitbekommt.)
Bei Livesendungen zu einem aktuellen Anlass wär es daher vielleicht besser, eine Runde von Euch würde relativ unabhängig vom TV-Geschehen diskutieren; irgendeiner von Euch diskutiert nicht mit sondern gibt alle 5 Minuten ein kurzes Statement ab, was im TV passiert ist (z.B. welcher Kandidat was gesagt hat.)
So mal meine ersten ungeordneten Gedanken.
Günter Strobl
12.10.10 , 07:10
hi, also ich hab ja mein lob schon zwischendurch ausgedrückt http://twitter.com/guenterstrobl/status/26966035974
was ich wichtig fände auch in zukunft beizubehalten ist die einbindung anwesender vor rot:
z.b. könnte man einen freien talk-chair vor ort vorsehen, auf den man sich als anwesender temporär dazu setzen kann. aber mit der idee nicht länger als 5 – 10 minuten …
das funktioniert natürlich nur bei größerem live publikum (ist aber vielleicht eine anregung für ausbaustufe 3)
sonst einfach weiter so, ich find es lebt von der spontanität und den twitter comments.
die kombi zwischen live gästen (die während des wechseln können)
Martin Schimak
12.10.10 , 12:10
Der gesamte Input ist super hier, der Aspekt von Dyrnberg ging mir irgendwie auch schon durch den Hinterkopf, ohne dass ich ihn hätte formulieren können… nicht einfach. Man könnte auch überlegen bei bestimmten Dingen im TV unsere Runde bewusst für ein paar Minuten zu “muten” und dann erst weiterzureden.