Wahlkampf der Stümper

von Gerald Bäck am 27.08.10

Michael Häupl kann sich entspannt zurücklehnen. Während es HC Strache wiedermal nicht erwarten kann, den Jargon der 40er zu verwenden und so ohne Maske in der Wählergunst sinkt, spielen die Grünen Volksfront von Judäa gegen Judäische Volksfront. Die ÖVP konnte das nicht auf sich sitzen lassen und plakatiert einen sehr sympathisch wirkenden Bürgermeister quasi als Kapitulationserklärung.

Die Wiener ÖVP setzt also ihren hilflosen Fettnäpfchen-Wahlkampf fort. Das Plakat fügt sich nahtlos in die Forderung nach einer patroullierenden Militärpolzei auf der Kärntner Straße oder die gefekterten “Aber bitte auf Deutsch” Plakate. Zugegeben, die ÖVP, wie auch die Grünen befinden sich in einem strategischen Dilemma, denn egal wie die Wahl ausgeht, der Bürgermeister wird am Ende wieder Michael Häupl heißen. Verliert die SPÖ die Absolute dann haben beide nur die Möglichkeit, sich gegenseitig in den Verhandlungen zu unterbieten. Warum die ÖVP deswegen gleich Wahlwerbung für Häupl macht, könnte vielleicht schon diesem Wettbewerb geschuldet sein!-)

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Auch der optische Vergleich der beiden heute vorgestellten ÖVP Plakate hilft bei dieser Frage nicht weiter. Denn Häupl wirkt auf diesem Plakat um einiges frischer und dynamischer als die statisch am Plakat klebende Marek. Aber das könnte eine Anlehnung an die letzte SPÖ/ÖVP Koalition in Wien sein, denn da bleibt ebenfalls die Frage bis heute unbeantwortet, was denn nun das Neue war, das die Herren Görg und Marboe in die Wiener Stadtregierung brachten? Außer dass die Wiener Verkehrsbetriebe jetzt auch am 1. Mai unterwegs sind, blieb mir da jedenfalls nicht viel im Gedächtnis. Das ist zwar eine nette Sache, reicht aber wahrscheinlich nicht aus, um sich einen prominenten Platz in der Wiener Stadtgeschichte zu sichern.

Der Wiener Wahlkampf wird uns also noch viele Überraschungen seitens der Wiener ÖVP und wahrscheinlich auch allen anderen Oppositionsparteien bringen und es darf vermutet werden, dass diese Überraschungen meistens positiv für die Bürgermeisterpartei sein werden. Warum ich mir da gerade bei der ÖVP so sicher bin? Weil ich denke, dass jemand der so ein Video auf seiner eigenen persönlichen Homepage eingebunden hatte, sowohl über schlechte Berater als auch über ein besonders schlechtes Urteilsvermögen verfügt.

Lily

von Gerald Bäck am 14.08.10

Heute das erste und einzige mal etwas in eigener privater Sache. Seit gestern sind Nicky und ich stolze Eltern der kleinen Lily. Lily ist bereits fast vier Wochen alt und unser Pflegekind. Wir sind sehr glücklich und freuen uns schon auf die kommenden Jahrzehnte!-))

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Ich selbst freue mich schon auf die Väterkarenz, die ich in vier Wochen für mindestens ein Jahr beginnen werde.

Grünes Inferno

von Gerald Bäck am 12.08.10

Was bei den Wiener Grünen im Argen liegt und warum es schief läuft, habe ich hier schon öfter zu analysieren versucht. Aber nichts beschreibt die Misere besser als dieser Link:

http://www.rahdjian-bleibt.at/blog/wir-treten-an/

In der Hauptrollen ein beleidigter zukünftiger Ex-Bezirksvorsteher und ein alter Bekannter namens Gerhard Ladstätter. In den Nebenrollen gibt es interessante Einblicke in die mangelnde demokratische Reife der Wiener Grünen. Fazit: Die falsche Partei, mit dem richtigen Programm!-(

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