#unibrennt = #uniignorant ?
Ich selbst studiere so ab und zu, wenn ich Zeit habe, Kunstgeschichte an der Uni Wien. Obwohl ich mein Erststudium schon lange abgeschlossen habe, bin ich also ein Bummelstudent, der zumindest ein wenig von den Chaos an unserer Universität mitkriegt. Verschulte Lehrvehranstaltung auf dem Fußboden sitzend zu verbringen, ist für einen 37 jährigen eben nicht mehr ganz das Wahre und sollte es auch nicht für jüngere StudentInnen sein. Deswegen sympathisiere ich mit den meisten Forderungen der Audimax-BesetzerInnen, auch wenn ich der Meinung bin, dass Seniorenstudenten wie ich durchaus Studiengebühren zahlen sollten.
Was so sympathisch an dieser Bewegung ist, ist die demokratiepolitische Komponente. Die Schwarmintelligenz, die überhaupt zur Besetzung führte, die Basisdemokratie im Plenum, das Auftreten ohne offizielle SprecherInnen, das Engagement im Web etc. Ein wenig von meiner Begeisterung ging nach der Lektüre dieses Berichts bei socialhack verloren. Nicht, dass ich Sympathien mit betrunken Burschenschaftern hätte, aber der Beschluss des Plenums, dass farbentragende Studenten (gilt das eigentlich auch für farbentragende Studentinnen, die gibt es nämlich auch) keinen Zutritt zum Audimax hätten, ist mehr als bedenklich.
Ich bin erschüttert darüber, dass im Plenum solche ausgrenzenden Beschlüsse gefasst werden. Der Beschluss, farbentragenden Studenten den Zugang zu verwehren, ist meiner Meinung nach ignorant und undemokratisch. Erstens sind Burschenschafter eben auch Studenten und hätten meinem Verständnis nach genauso ein Recht, am Plenum im Audimax teilzunehmen. Eine offene, basisdemokratische Bewegung sollte ein bisschen Widerspruch schon aushalten, sonst findet man sich kurze Zeit später auf der Seite der einstigen Gegner wieder.
Zweitens schert dieser Beschluss wiedermal alle farbentragenden Studenten über einen Kamm. Ich selbst gehöre zum Beispiel ebenfalls einer katholischen, farbentragenden Studentenverbindung, der KÖHV Franco-Bavaria im ÖCV, an, die aber inhaltlich aber wirklich gar nichts mit schlagenden Burschenschaftern gemein hat. Entweder wurde so ein Beschluss, der auch alle katholischen farbentragenden Studenten ausschließt, aus Unwissenheit gefällt oder was viel schlimmer wäre, aus ideologischen Gründen, weil man eben auch keine CVer dabei haben wollte.
Dass es dadurch fast zwangsläufig zu Provokationen durch Burschenschafter kommt, liegt auf der Hand. Aus den zitierten verschwörerisch anmutenden Mails kann ich aber keinen Masterplan zur Räumung des Audimax erkennen oder ein Blutbad befürchten. Vielleicht geht es aber auch zum Teil darum nach einem logischerweise etwas abebbenden Interesse am Audimaxismus mit einer neuen Eskalationsstufe wieder die alte Aufmerksamkeit zu erreichen?
#unibrennt hat sich verständlicher- und berechtigterweise über das geltende Recht hinweggesetzt und einen Hörsaal besetzt. Dass allerdings die gleiche Bewegung dann selbst eine ignorante Hausordnung erlässt, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Jede Revolution führt irgendwann fast logischerweise zu Totalitarismus. Mich wundert nur, dass der so früh in Erscheinung tritt.

Judith
20.11.09 , 21:11
Ich will jetzt nicht zynisch oder gar überheblich klingen - aber ich sehe in Unibrennt vor allem ein Demokratie-Training für die Generation der jetzt Studierenden. Die meisten Ex-Studenten, die ich kenne, haben irgendwann mal während ihrer Studentenzeit an einer derartigen Bewegung teilgenommen. Für mich gehört es zur Sozialisierung als Bürger dazu - einige Jahre später sieht man das ganze wesentlich abgeklärter - aber bestenfalls gönnt man es auch der nächsten Generation, ihre Erfahrungen zu machen ohne sie mit Zynismus und Besserwisserei zu überschütten. Und auch zu meiner Zeit gab es immer wieder Konflikte zwischen den “Linken” und den “Rechten”. Wirklich eskaliert ist das ganze nie - hysterische Aufregung vor einem rechten Mob gab es oft.
Was viele Menschen/Linke nicht akzeptieren können (die Rechte natürlich auch nicht, aber die sind ja auch nicht die “Gutmenschen” ;): Dass es nun mal verschiedenen Meinungen und Zugänge gibt und man diese bis zu einem gewissen Grad akzeptieren muss. In einer Demokratie soll niemand ausgeschlossen werden. Und das ist schwer und für manchen jungen Erwachsenen eine bittere Lektion. Und sehr viele lernen diese Lektion nie.
Als wir die Gäste für Am Punkt zum Thema “Studentenproteste” bekannt gaben, hab ich eine Diskussion meines Kollegen Martin Thür mit einigen Studenten mitbekommen: Die Studenten beschwerten sich bei ihm, warum denn ein Student, der Gegner der Proteste ist, ins Studio eingeladen wurde. Darauf musste mein Kollege erst einmal erklären, dass eine Diskussionssendung ohne Gegenposition doch etwas langweilig sei. Im Nachsatz meinte er: Niemand hat sich jemals über unsere Gästezusammenstellung aufgeregt - kein roten, schwarzen, blauen oder grünen Politiker, auch sonst niemand. Die linken Studenten aus dem Audimax waren tatsächlich die ersten, die keinen Gegner im Studio haben wollte.
Soll jetzt keine Anklage sein. Ich denke nur, dass die jetztigen Unibesetzer erst lernen müssen, dass es IMMER Menschen mit anderen Meinungen gibt, und das man dies in einer Demokratie WIRKLICH akzeptieren muss. Nicht nur so tun. Wenn unsere Audimaxisten das aus ihren Protesten lernen, haben sie alles richtig gemacht.
Martin Schimak
20.11.09 , 21:11
1. Ist Dein Beitrag nicht etwas voreilig? Hast Du den Beschluss gefunden? Existiert er überhaupt? @socialhack selbst spricht zb von farbentragenden Burschenschaftern, nicht farbentragenden Studenten…
2. Ich finde es nicht so gut, jetzt wieder einen Aspekt herauszugreifen, den man kritisieren kann. “Jede” solche Aktion wird auch mit ideologisch/politischem Geplänkel diverser Gruppen aufgeladen. Das ist schade, führt es doch von den eigentlichen Themen tendentiell weg, aber nicht vollständig verhinderbar. Und zu diesem “Weg vom Thema hinein in die ideologischen Mottenkisten” trägst Du durch Deine Gewichtung auch ein Stück bei, findest Du nicht?
Judith
20.11.09 , 22:11
@martin denke mal, dass #unibrennt keine heilige Kuh sein sollte, die man nur ja nicht voreilig kritisieren darf. Immerhin wird in der Blogosphäre ja auch schon konkret gegen mögliche rechte Gewalt aufgerüstet.
Martin Schimak
20.11.09 , 22:11
@Judith Man darf alles kritisieren. Und ich finde den beschriebenen Punkt im übrigen auch kritikwürdig.
Judith
20.11.09 , 22:11
@martin auf jeden fall kritikwürdig. auch ein Grund, warum ich gerlads blogpost jetzt wichtig finde: Nach einigen Wochen im Audimax sind die Besetzer jetzt wahrscheinlich eine ziemlich homogene Gruppe und sehr mit sich selbst beschäftigt. sollten sie das lesen, kann es ein guter denkanstoß sein.
Markus
20.11.09 , 23:11
Ich würde das eher als recht pragmatische Gewaltprävention sehen. Die Leute sind ja alle willkommen, aber wenn sie in voller Wichs erscheinen, dann sind Handgreiflichkeiten wohl vorprogrammiert. Ja, dann müsste man auch was gegen die Burschenschafterjäger in den eigenen Reihen machen - nur wie? Mir scheint das “farbtragend” halt der einzig praktikable Anknüpfungspunkt zu sein, wie man solche unnötigen Konflikte sinnvoll entschärfen könnte. Sofern der Beschluss überhaupt existiert. Wirft aber auch die Frage auf, wie man das durchsetzen will?
Gerald Bäck
20.11.09 , 23:11
@martin den beschluss gibt es anscheinend nicht schriftlich im unbrennt wiki, laut socialhack gibt es den aber bestimmt http://twitter.com/socialhack/statuses/5898337617
Kritik greift oft einzelne Aspekte heraus und nur weil #unibrennt eine tolle Sache ist, ist sie nicht sakrosankt.
@markus Auf den Fotos waren jetzt aber nur Personen mit Band und Deckel und nicht in voller Wichs abgebildet. Ich gebe zu, dass eine volle Wichs für manchen befremdlich sein kann, vor allem wenn man sowas nicht kennt. Aber nur wegen des Tragens einer studentischen Tracht Handgreiflichkeiten vorzuprogrammieren?
Markus
21.11.09 , 00:11
Naja, man kennt ja seine Pappenheimer auf beiden Seiten. Die einen verfallen in Hysterie, wenn sie einen Burschenschafter auch nur von weitem sehen, die anderen freuen sich über die Provokation und hätten nichts gegen einen Skandal, der die Besetzung schlagartig beenden würde. Klar wäre es am besten, könnte man einfach wenn schon nicht mit- dann nebeneinander auskommen. Das halte ich aber eher für unwahrscheinlich. So gesehen wäre der Beschluss ein taugliches, wenn auch nicht erfreuliches Mittel, den Idioten hüben wie drüben den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Aber, kann natürlich auch sein, dass da ideologische Motive dahinter stehen. Wäre vielleicht auch ausreichend gewesen, Betrunkenen den Zugang zu verwehren.
One Brick
21.11.09 , 07:11
Ich kann nichts Verwerfliches an einer angeblichen Entscheidung, uniformierte Burschenschafter nicht ins besetzte Audimax zu lassen finden.
Dein CV und andere Burschenschaften haben sich bislang nicht mit Untertützungserklärungen bezüglich der Ziele und Methoden der Besetzer hervorgetan. Wenn jemand aus diesem Kreis in Uniform Einlass begehrt, dann braucht man keine Hellseherischen Fähigkeiten, um den Agent provocateur zu orten.
Einer Protestbewegung muss auch ein Mindestmaß an Vorkehrungen gegen Provokationen zugestanden werden - allein schon im Sinne der Eskalationsvermeidung.
Wenn Deine Freunde die Bewegung unterstützen wollen, können sie das sicher gerne tun - wie alle anderen auch: als Studenten und nicht als Uniformträger einer Organisation.
digiom (Jana Herwig)
21.11.09 , 09:11
Das einzig ärgerliche an dm Beschluss ist dass er die BesetzerInnen zwingt, Burschenschaftler in Farben abzuweisen, wodurch sie sich erst recht als Provokateure fühlen können.
Da auf Seiten der Burschenschaftler bisher kein allzu heißes Interesse zu verzeichnen war, im Audimax vertreten zu sein, und - wenn sie solches hätten - es doch für sie möglich sein sollte ohne ihren Karnevalsaufzug zu erscheinen, ist der Beschluss eh keine Ausgrenzung von Burschenschaftlern, sondern nur von solchen, die auf das Tragen der Abzeichen bestehen.
Was du mit der Unterscheidung “Provokation, aber sicher kein Masterplan” meinst, versteh ich nicht. Wann wärs ein Masterplan, und wodurch wird die Situation weniger brenzlig, dass es keiner ist?
Gerald Bäck
21.11.09 , 11:11
@onebrick Im CV sind keine Burschenschaften. Da gibt es einen grundlegenden Unterschied, der leider immer wieder ignoriert wird. Das Tragen von Band und Deckel ist meiner Meinung nach auch keine Uniform, sondern ein auf den meisten Universitäten verbrieftes Recht.
Aber ob es verbrieft ist oder nicht, darauf kommt es gar nicht an. Meiner Meinung nach ist das Tragen dieser studentischen Tracht ebenso Teil der freien Meinungsäußerung, die durch solche Beschlüsse missachtet wird.
digiom (jana herwig)
21.11.09 , 11:11
@Gerald Welche Art Meinung wird deiner Ansicht durch das Tragen einer Burschenschaftlertracht geäussert?
Das ist kaum zu reduzieren auf “Ich bin Mitglied von XY”, da schwingt ein ganzer sogenannter Wertekatalog mit und da sind wir dann schnell bei der Missdeutung von geäußerten Diskriminierungen als Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung (von dem die Rechten in Österreich freilich gut profitieren).
Andrea Mayer-Edoloeyi
21.11.09 , 11:11
Nur eine kurze Anmerkung zu einem “Nebenthema” hier: Ich kenne Seniorenstudierende mit Mindestpension - warum sollten die Studienbebühren zahlen?
Gerald Bäck
21.11.09 , 11:11
@digiom Welche Meinung Burschenschafter mit dem Tragen von Band und Deckel äußern, kann ich nicht sagen. Aber nur weil Dir das nicht gefällt, was diese mutmaßlich Leute vertreten, sollte man es nicht verbieten. Für mich als katholischen farbentragenden Studenten bedeutet es vor allem ein Bekenntnis zu den vier Prinzipien religio, scientia, amicitia und patria, die sich übrigens ebenfalls nicht mit denen der Burschenschafter decken.
@andrea ich schrieb Seniorstudenten wie ich!-)
Thomas
21.11.09 , 11:11
Gerald, ich bin deiner Meinung dass das ganz klar unter das Recht auf freie Meinungsäußerung fällt (Hallo, Menschen vorzuschreiben wie sie sich zu kleiden haben, solange nicht sowas wie “Alle Juden/Neger umbringen”, kanns ja wohl nicht sein?). Abgesehen davon, dass es merkwürdig ist, wenn BesetzerInnen ein Hausrecht ausüben (wollen). Aber was ich mich schon frage - was willst/wolltest du bei den Wiener Grünen? Auch wenn die Grünen insgesamt immer bürgerlicher und konservativer werden, vom CV sind sie, und alle die ich kenne ganz besonders auch in der Selbstdefinition, doch eher sehr weit entfernt.
Andrea Mayer-Edoloeyi
21.11.09 , 12:11
Jetzt muss ich doch noch zum eigentlichen Thema:
Mir wäre es ja ansich völlig egal, was wer anhat, aber es gibt nunmal Bekleidungen, die für ganz bestimmte Inhalte stehen - so als ob jemand ein Transparent mitführen würde, wo das drauft steht.
Mögen schlagende Burschenschaften (nicht der CV, der ist nur ein grauslicher, aber mächtiger Männernetzwerkverein) auch ihre Wurzeln im Jahr 1848 haben, so sind heute doch einfach Ausdruck antidemokratischer, autoritärer, nationaler, rechtsextremer Haltungen. Wenn eine Demokratie sich selbst ernst nehmen will, muss sie sich gegen diese Haltungen schützen, die sie selbst infrage stellen. Insofern finde ich die Distanz des Audimax zu allen solchen Personen und Haltungen ganz wichtig für die demokratische Bewegung. Gut wäre hier nochmal recht differenziert zu handeln, z.B. recherchierte Infos vom DÖW einzuholen o.ä.
juergen
21.11.09 , 12:11
Den “Beschluss des Plenums, dass farbentragende Studenten (…) keinen Zutritt zum Audimax hätten” gibt es offensichtlich nicht:
http://unsereuni.at/wiki/index.php/Beschlossene_Anträge
daraus: „Ein Beschluss ist gültig, sobald er hier eingetragen ist.“
Von Aufenthaltsverboten steht da nichts.
Judith
21.11.09 , 12:11
Gut, wenn es diesen Beschluss nicht gibt. Mit dem gezielten Ausschluß einer Gruppe stärkt man ja immer den auch den Zusammenhalt dieser Gruppe - und gerade im “rechten Sektor” weiß man diese Ausschlüsse mittlerweile gut zu instrumentalisieren.
digiom (jana herwig)
21.11.09 , 12:11
“und gerade im “rechten Sektor” weiß man diese Ausschlüsse mittlerweile gut zu instrumentalisieren.”
exactement.
digiom (jana herwig)
21.11.09 , 12:11
Und im übrigen hat Andrea Mayer-Edoloeyi recht, was die Bewertung der Bedeutung der Kleidung angeht.
Roland B. Seper
21.11.09 , 12:11
Vorab: Niemandem darf in einer halbwegs aufgeklärten, offenen Gesellschaft untersagt werden, sich durch Kleidung oder andere Hinweise offen hinsichtlich einer bestimmten Geisteshaltung zu deklarieren, natürlich sofern diese im Einklang mit geltender Rechtslage steht. Dies umfasst Band & Deckel von Couleurstudenten ebenso wie große umkreiste As bei Anarchos oder auch olivgrüne Bomberjacke, 88-”Logos” & Springerstiefel.
Ob es allerdings sonderlich “schlau” ist, sich mit einer bis dato sehr linkslastigen Bewegung wie #unibrennt/#unsereuni mit zur Schau gestellten Hinweisen auf eine sehr konservative bis noch weiter rechtslastige Werthaltung (Band & Deckel oder gar - wie übrigens im Comment für einen solchen “Anlass” nirgendwo vorgesehen - in Vollwichs) zu “konfrontieren” sei dahingestellt.
Abgesehen davon ist für jemanden, der nicht im Rahmen seiner Fuchsenzeit alle Farbkombinationen bzw. Deckelformen sämtlicher heimischer und teils sogar internationaler Korporationen für das erfolgreiche Bestehen seiner Burschenprüfung(!) auswendig gelernt hat, nicht unterscheidbar, ob es sich nun um eine rechtsextreme, nationalistische Burschenschaft, eine Landsmannschaft oder um eine ein bissi weniger rechte konfessionelle Verbindung handelt. Nota bene: Selbst im CV-Trainingslager (sprich MKV) gibt es eine Verbindung mit den Farben schwarz/rot/gold und dem klingenden Namen “Vandalia”. Viel Erfolg bei der Differenzierung, liebe unwissende Aussenstehende!
Judith
21.11.09 , 12:11
@digiom Der Lösungsansatz ist also zahlenmäßige überlegenheit und Deeskalation. Aber was tun gegen die Eskalation in den eigenen Reihen der Besetzer, derv “linke” Eskalation? Der von Thomas beschriebene Konflikt wäre ohne das spuckende Punkmädchen och kaum als Konflikt zu bezeichnen gewesen?
Roland B. Seper
21.11.09 , 12:11
Ein anderer Punkt: Die Grünen sind auch aus meiner Sicht ganz und gar kein Widerspruch zum CV. Was mich viel mehr verwundert und überrascht, ist der rege Zustrom, den die FPÖ aus diesen Kreisen lukriert…
Ich kann mich noch sehr gut an eine Vortragsreihe erinnern, die bei einer innerhalb des MKV als recht konservativ angesehenen Verbindung abgehalten wurde. Es war ein Wahljahr und alle Spitzenkandidaten wurden zu Podiumsdiskussionen eingeladen. Als Einziger kam tatsächlich Jörg Haider, alle anderen haben Vertreter aus der zweiten und dritten Reihe geschickt. Es war sehr ernüchternd zu beobachten, wie sich >90% der Anwesenden - wie die Fliegen um den einzigen Kuhfladen der Alpenregion - rund um Haider geschart haben und ihn richtiggehend adorierten.
Abgesehen davon war der Diskussionsabend mit dem damaligen F-Chef der mit Abstand bestbesuchte der ganzen Reihe, obwohl vorher niemand aussenstehender gewusst hat, dass die anderen Parteispitzen jeweils kurzfristig abgesagt hatten.
Auch was die Fragen des moderierenden Seniors betrifft ebenso wie die Wortspenden aus dem Auditorium betrifft war klar zu sehen, wo man sich ideologisch am wohlsten zu fühlen schien…
Ob dies unter dem sowohl intellektuell, als auch vom Auftreten her weit hinter Haider zurückbleibenden Herrn Strache immer noch so ist, kann ich nicht sagen, aber es würd’ mich ehrlich gesagt nicht wundern, wenn seine “Ideen”(?) ebenso begeisterten Zuspruch erhielten…
One Brick
21.11.09 , 14:11
Gerald, es schlagen - ach - zwei Herzen tief in Deiner Brust: auf der einen Seite sympathisierst Du als bekennender Couleurstudent (hoffe das ist nun die richtige Diktion) mit #unibrennt, auf der anderen Seite gibt der Dachverband der unter dem Banner “religio-patria-scientia-amicitia” vereinten Burschenvereine eine Pressemeldung unter dem Titel “Verhandeln statt demonstrieren!” heraus und fordert ein Ende der Besetzung.
Wenn dann ein Couleurstudent auf die Idee kommt, in voller Pracht (oder Tracht/Wichs(?)/oder wie auch immer das heisst) im Audimax herumzustiefeln ist ganz klar: es handelt sich um eine reine Provokation.
Zugegeben, das Recht auf freie Meinungsäußerung schließt auch das Recht auf Provokation ein, ist aber dort räumlich und zeitlich einzuschränken, wo zu befürchten ist, dass es zur Kloppe kommt.
P.S.: ich freue mich schon einen Bäckblog zum Thema: wie zeitgemäß sind Studentenverbindungen und ihre Prinzipien und Bräuche?
Mathias
21.11.09 , 16:11
@One Brick: Die Frage ist bloß, ob die Eskalation im Ernstfall wirklich von den CV-Mitgliedern/Burschis ausgeht oder nicht doch von all zu rabiaten Linksradikalen - im von Socialhack beschriebenen Artikel waren es ja letztere, die physisch tätig wurden. Gleichzeitig werden dann aber “Provokationen” von farbentragenden Studenten dafür verantwortlich gemacht.
Frage an dich: Wenn ich gegen einen Mao-Shirt-tragenden und kommunistische Parolen schwingenden Linksextremen mit Gewalt vorgehe, war das dann dessen Schuld, weil er mich (als Liberalen) “provoziert” hat? Müssen solche Individuen nicht eigentlich auch vom Audimax entfernt werden, weil - da bin ich mir sicher - die Mehrheit der Besetzer eben doch nicht mit so einem (autoritären, antidemokratischen, gewaltverherrlichenden) Gedankengut sympathisiert und die Gefahr von gewalttätigen Ausschreitungen somit vorhanden ist?
Martin Prechelmacher
21.11.09 , 17:11
also vorab: I very much enjoyed this discussion!
ich finde auch, dass das tragen von tracht mit bedeutung aufgeladen wird (und zwar von beiden seiten aus) und somit hat. aber nur, weil diese (doppelte) bedeutung einem nicht gefällt, darf man sie nicht verbieten. genauso wenig wie man kopftücher, nike-schuhe, camouflage-hosen oder rosa strickpullies einfach so verbieten kann. natürlich birgt die provokation gewaltbereiter (oder als soche dargestellter) linker durch gewaltbereite (oder als soche dargestellte) rechte einiges an konfliktpotential. aber ich glaube, durch solche diskussionen und warnungen vor gewaltbereiten linken/rechten wird nichts anderes erreicht, als das konfliktpotential tatsächlich zu erhöhen.
One Brick
21.11.09 , 18:11
@Mathias: wer Recht hat und wer schuldig ist stellt das Gericht fest - und dazu nimmt es sich nicht umsonst soviel Zeit wie es eben braucht. Entscheidungen vor Ort müssen sofort und in der Situation getroffen werden. Da geht es darum, potentiell gröberen Schaden abzuwehren, und nicht darum, wer im Recht ist. Das können wir aus gutem Grund auch später klären, denn auch der Spaß im Recht zu sein wird durch ein blaues Aug erheblich gemindert.
@Martin Prechelmacher: Da kommen sich zwei Dinge in die Quere: auf der einen Seite soll sich jeder kleiden dürfen wie er will. Auf der anderen Seite gibt es Statements, die - auf welche Weise auch immer ausgedrückt - nicht unwidersprochen bleiben können. Eine Burschenschafter-Uniform/Tracht/Wichs/… ist eben ein Statement, das viele nicht unwidersprochen stehen lassen können (auch wenn da die schmissigen Olympioniken mit den gottesfürchtigen Norikern in einen Topf geworfen werden, weil man die als linker Laie nicht unterscheiden kann). Andere empfinden die Burka als “Frauen an den Herd!” und stellen das zur Diksussion und manche Outfits sind sogar dezidiert verboten - doppelte Bedeutung hin oder her.
Den Schlusssatz mit der Konfliktpotentialsteigerung durch Diskussion derselben versteh ich nicht ganz?
Gerald Bäck
21.11.09 , 18:11
@One Brick Jedes coole Che Guevara T-Shirt ist auch ein politisches Statement für einen Mörder, aber mir ist kein Beschluss bekannt, der das Tragen solcher T-Shirts im Audimax verbietet. Das Beispiel zeigt sehr gut wie lächerlich und engstirnig dieser Beschluss war. Es passt auch nicht so gut, wenn sich Besetzer als Hausherrn aufspielen, das führt die Sache irgendwie ab absurdum. Niemand hindert jemanden daran, dem Statement in der Form von von Band und Deckel argumentativ zu widersprechen. Aber ein Hausverbot ist eben kein Argument, sondern Repression.
Dass man als “Laie” übrigens Burschenschafter rein äußerlich von CVern, Landsmannschaftern oder MKVern nicht auseinanderhalten kann, stimmt zwar, ließe sich aber mit einer einfachen Frage in Erfahrung bringen.
Mathias
21.11.09 , 18:11
@OneBrick: Sicher, den letzendlich Schuldigen muss ein Gericht oder eine gerichtsähnliche Einrichtung bestimmen. Nur stimmt es mich schon nachdenklich, wenn zur akuten Verhinderung von Konfliktausbrüchen nicht etwa die Aggressoren des Platzes verwiesen werden (hier: das spuckende Mädchen), sondern die politisch unbequeme - und in diesem Fall vollkommen friedliche - Fraktion.
Zu deiner Äußerung an Martin: Gegen einen ausformulierten Widerspruch gegenüber Trachtenträgern, Burkabekleideten oder offensichtlichen Mao-Verehrern bzw. die dahinter stehenden Ideologien dürfte niemand hier etwas haben. Nur besteht eben ein bedeutsamer Unterschied zwischen Widerspruch und Ausgrenzung. Jene, die unliebsames Gedankengut durch Verbote, die die persönliche Entfaltungsfreiheit des Menschen beschneiden, entfernen wollen, zeigen ihre tief verankerte autoritäre Fratze nur allzu deutlich.
Martin Prechelmacher
22.11.09 , 22:11
@OneBrick: ich selbst würde einem coleurstudenten widersprechen genauso wie ich trotzkistlerInnen vehement widerspreche, aber wie mathias sagt: ausgrenzen ungleich widersprechen. wobei ich nicht soweit gehen würde, das eine Fratze zu nennen - es ist nur einfach unehrlich.
mit dem Schlusssatz meinte ich eigentlich sowas ähnliches wie das Thomas-Theorem: “If men define situations as real [gewaltbereitschaft, absolute opposition, provokationswille], they are real in their consequences”; dadurch, dass wir der realität den stempel “gewalt droht” (digiom) verpassen, manipulieren wir die wahrnehmung der beteiligten dahingehend, dass die geschehnisse nach diesem muster interpretieren und dann dementsprechend reagieren.
dass soll nicht heißen, dass diese warnung ungerechtfertig gewesen wäre.
Martin Prechelmacher
22.11.09 , 22:11
ach ja, was ich abseits dieser konkreten diskussion noch zu dem beschluss - ob er jetzt als gültig oder nicht zu rechnen ist - sagen wollte: es gab nach nicht ganz einer woche nach besetzungsbeginn einen vortrag mit dem Titel “Geschichte und Funktion von Burschenschaften”. auch wenn man nicht davon ausgehen kann, dass alle, die zum zeitpunkt des beschlusses anwesend waren, diesen vortrag gekannt und verfolgt haben, kann man wohl trotzdem davon ausgehen, dass sicherlich nicht völlige unwissenheit zur beschaffenheit der verschiedenen bünde herrscht(e). ich glaube, der beschluss wurde größtenteils ideologisch (und vermutlich von einer kleinen minderheit auch strategisch) gefällt
Georg H. Jeitler
23.11.09 , 10:11
@Martin Schimak
Es gab jedenfalls irgend einen Beschluss: Ein katholischer (!) Couleurstudent (ob ÖCV kann ich nicht sagen) ist in seiner studentischen Tracht (also nicht nur Band & Deckel) aufgetaucht, wollte sprechen bzw. hat angefangen und wurde raus geschmissen. Kann man in den Tweets des zweiten oder dritten Tages gut nachlesen, weil es auch kontroversiell diskutiert wurde. Das ist also gesichert.
Ich weiss auch von Leuten, die in Band & Deckel dort waren > ähnliche Probleme.
Nachdem die Freunde der Freiheit immer achso tolerant sind, ist der Aspekt alles andere als ein nebensächliches Detail.
@Markus
Die “Gewaltprävention” ist halt so eine Sache. Wenn #unibrennt eine Rechtfertigung hat, dann kommt die daraus, dass nicht eine ideologische Gruppe das Audimax besetzt hält, sondern es für ALLE offen ist.
@One Brick
Couleurstudenten sind keine Uniformträger, darf man denn auch nicht mit Steireranzug ins G#audimax? Du findest an dem Beschluss nichts verwerfliches? Ich bin ÖCVer, und was wäre, wenn ich es persönlich unterstützen wollte oder zumindest mitdiskutieren? Und mich deklarieren möchte? Vielleicht genau deswegen, um zu zeigen, dass CVer das auch unterstützen. Keiner von uns muss sich an die offizielle Meinung des Verbandes halten.
Es gibt im ÖCV genügend Leute, die sich mit dem Thema an sich identifizieren können, und so wie ich das gewählte Mittel halt nicht so gut finden. Wenn sich jemand aber einbringen möchte, warum nicht?
Wer hin kommt, darf mit reden. Ob man dafür oder dagegen ist, tut nichts zur Sache. Die Leute deklarieren sich wenigstens. Das ist ein Vorteil.
Achja, wirkliche Provokationen und vor allem Gewalt sind eigentlich sehr, sehr selten bei den rechts-bürgerlichen zu finden. Meist kommt so was von der Gegenseite. Ein bisschen so, wie wenn sich ein Nazi von einem Schwarzen nur durch dessen Anwesenheit und Hautfarbe zu Gewalt provozieren lässt. Ich finde das immer wieder interessant, weil das Klischee recht verkehrt ist.
Und jemanden in Vollwichs als Uniformträger zu bezeichnen ist jedenfalls Schwachsinn, ignorant, und lässt auf ein merkwürdiges Weltbild schließen. Dann sind die Leute von der Arafat-Tuch-Fraktion auch Uniformträger.
Wie Du aber richtig schreibst, ganz klug ist es vielleicht nicht, in Vollwichs aufzukreuzen.
Matthias schreibt sehr richtig, dass man differenzieren muss. Wenn ein Couleurstudent auf der Straße geht und von Linken angepöbelt wird, und es zu einer Auseinandersetzung kommt, ist tendenziell in der Nachbetrachtung immer der Couleurstudent “schuld”. Es wird also meist kein Unterschied gemacht, wer tatsächlich Täter ist, das ist nicht OK.
@digiom
NATÜRLICH ist das sich zu einer Werthaltung bekennen freie Meinungsäußerung - wer studentische Tracht trägt, tut das. Die Diskriminierungskeule ist großartig: Damit kann man schnell kommen, wenn man in totalitärem Stil die Äußerung von Meinung unterbinden will (vgl. Schutz des ideologischen Systems in der DDR etc.). So geht das nicht: Diskriminierungen soll man wohl nicht umsetzen. Aber eine politische Meinung zu haben, die wer anderer als Diskriminierung sehen kann, sehr wohl. Beispiel: Ich etwa bin für die steuerliche Diskriminierung von Beziehungen (Ehen) ohne Kinder. Das ist Meinung, zulässig, sonst nix.
Jedenfalls passt das wieder mal wunderbar. Dort, wo Grundrechte anfangen, im persönlichen Weltbild zu stören, sollen sie begrenzt werden dürfen. Tolle Einstellung.
Die “Rechten” in Österreich profitieren im Übrigen weniger vom Recht der freien Meinungsäußerung als in praktisch allen anderen Staaten der Welt: Österreich hat gemeinsam mit Deutschland ein NS-Verbotsgesetz, das die freie Meinungsäußerung grundsätzlich beschränkt. Für mich ist das inhaltlich schon OK, denn ich bin ja kein Nazi, mir ist das politisch also wurscht, aber aus einer Grundrechtediskussion muss ich sagen: Eigentlich müssen wir als Demokratie so weit sein, jede Meinungsäußerung zuzulassen, wenn die akute Gefahr eines Rückfalles nicht mehr gegeben ist. Vor allem nach 65 Jahren.
Davon zu sprechen, dass “die Rechten” (ich interpretiere das als “Nazi” und nicht in der Form des “bürgerlichen”) in Österreich vom Recht der freien Meinungsäußerung besonders profitieren würden - das ist ideologische Verblendung.
@Andrea Mayer-E.
Seniorstudenten & Zahlen: Weil jeder Student dem Staat jedes Semester weit über 10.000 EUR kostet. Ich glaube nicht, dass die Gesellschaft besonders von “Seniorstudenten” profitiert. Daher muss man fragen, warum der Staat die Kosten eines Seniorstudenten tragen soll, der nur noch wenig zurück geben wird können. Und über die Nachhaltigkeit einer Investition in Bildung zu diskutieren ist schon OK. Immerhin kann man mit 50 auch nicht mehr die Matura ohne Kosten nachmachen.
Studieren ist doch bitteschön kein Freizeitvertreib. Genauso gut könnte man das kostenlose Ausleihen von Videos für Mindestpensionisten fordern, oder noch besser: Gratiseintritt im Freizeitpark.
Für 90% der Seniorstudenten ist das Studium Freizeitvertreib. Und dafür sind Studienplätze und Steuermittel zu wertvoll.
Was am ÖCV grauslich sein soll, das muss mir erst mal wer erklären. Die Macht wird massiv überbewertet. Wir sind assoziiert mit Frauenverbindungen uvm. - viele andere Vereine wären demnach auch “grauslich”.
Zum Thema, wofür die Burschenschaften stehen: Das was Du da schreibst, ist einfach nicht korrekt. Vor allem das Mitschwingen dessen, dass ein Verbot eh OK wäre, halte ich für fragwürdig.
Ich würde mir wünschen, den gleichen Maßstab mal für die ganze links-romantische Partie anzulegen. Die stehen nämlich auch für antidemokratische, autoritäre Haltungen, auch bekannt als Kommunismus, in dessen realer Existenz Menschen aufgrund ihrer Einstellung verschleppt, eingesperrt, gefoltert und getöten wurden und heute noch immer werden.
Achja, und dass das DÖW auch nicht gerade eine neutrale Institution ist, sondern genau in die gleiche grundrechtsmäßig fragwürdige Kerbe schlägt sollte wohl bekannt sein.
Ich glaube jedenfalls, dass wir Österreicher eine “rechte Gefahr” nicht zu fürchten brauchen”. Je mehr man verbietet, ausgrenzt u.s.w., desto schlimmer wird es. Die “Rechten” entpuppen sich doch genauso schnell als Schwachköpfe wie die “Linken”.
linzerschnitte
23.11.09 , 11:11
@georg
Absolut deiner Meinung. Ich bin zunehmend schockiert, wie weit es den meisten Linken an demokratischem Grundverständnis fehlt.
Martin Prechelmacher
23.11.09 , 18:11
zunehmend schockiert? war das nicht schon lange offensichtlich?
allerdings darf man nicht den fehler begehen, zu glauben, weil wir “die Rechten” verteidigen, wären wir auf ihrer meinung.
Georg H. Jeitler
23.11.09 , 18:11
Danke, gut das das jemand sagt. Schließe mich an!
Es geht hier ums Prinzip.
Zu fragen ist noch - wer sind “die Rechten”? Wenn es Menschen wie Andreas Unterberger sind, dann bin ich der Meinung der “Rechten”. Also wertkonservative Menschen, die halt formal auch rechts der Mitte stehen.
Judith
23.11.09 , 19:11
@Martin und Georg
Nein, das heißt eben gar nicht, dass wir/ich mit der Meinung der “Rechten” konform gehen.
Zunehmend schockiert bin ich, weil ich bisher die Sturheit und Selbstbezogenheit der Linken eher als Parteigeplänkel abgetan habe - nur ja keinen Zentimeter nachgeben, sonst hat man schon gegen die Rechte verloren. In letzter Zeit musste ich allerdings der Wahrheit und meiner eigenen Naivität ins Auge sehen.
Wie ich weiter oben ja schon erwähnt haben, nehme ich es den Studenten noch nicht so übel, ich seh die #unibrennt-Geschichte als demokratietraining. Wenn ich aber Leute meines Alters/älter sehe, die ihre Demokratie-Lektion immer noch nicht gelernt habe, wird mir übel.
Gerald Bäck
23.11.09 , 22:11
Rechts und Links ist zumindest für mich ohnehin total überkommen. Ich bin mehr für vernünftig!-)
Gerald Bäck
21.11.09 , 12:11
@thomas Das die Grünen mit großen Teilen des CV in der Praxis nicht zusammen passen stimmt. Ich vertrete da allerdings die nicht einmal ansatzweise mehrheitsfähige Meinung, dass die ÖVP sich schon lange vom Prinzip religio verabschiedet hat und dieses besser von den Grünen gelebt wird. Natürlich gibt es aus meiner Sicht viele Schwachpunkte bei den Grünen, aber sie sind nunmal die einzige Partei die für Umweltschutz und ein menschliches Asylrecht steht.