BlogDay 2009

von Gerald Bäck am 31.08.09

BlogDay ist eine nette Einrichtung. Gerade jetzt, wenn allenortens von der Krise der Blogs durchs Microblogging gesprochen wird, ist es interessant, die persönlichen Perlen unter den Blogs vorzustellen. Die Aufgabe ist relativ schwierig, weil man nur fünf Blogs aussuchen darf und ich persönlich so an die 500 Blogs in meinem Reader habe. Die Liste ist also keinesfalls eine Hitparade. Es gibt noch ganz viele andere Blogs, die hier genauso eine Erwähnung verdient hätten. Exemplarisch möchte ich hier Alte Knacker, Andreas Lindinger, Brainstorming the Bastille, bruckner, Christoph Chorherr, coolhunting, Datenschmutz, e-comm, Georg Holzer, Grünkapitalist, Lost and Found, Marco Schreuder, Mein Blog, leyrers online pamphlet, polit.x, Yussi und Zur Politik erwähnen. Aber die Regeln wollen es so, dass nur fünf Blogs genannt werden:

EnlargeYourPen

Gerade, wenn man es sich so richtig gemütlich gemacht hat in seiner schönen kleinen Bloggerwelt, dann kommt Enlargeyourpen ins Spiel und bringt seinen meist konträren Standpunkt ein. Sein Blog hebt sich wohltuend ab und ist nicht einordenbar und gerade das macht so spannend bei Christian mitzulesen. Für mich das Blog, das mich am meisten bei der Lektüre fordert und überrascht.

Feuerhaken

Politisch ist der Feuerhaken nur circa 50% auf meiner Linie, allerdings sind das die wichtigen 50%!-) Thomas ist einer der wenigen bloggenden Sozialdemokraten, die sich nicht scheuen, auch die eigene Partei zu kritisieren. Persönlich begleitet mich der Feuerhaken seit der Gründungen meines eigenen Blogs als eine Art Vorbild vor allem was die bestechenden Formulierungen betrifft.

Franz Joseph

Franz ging mit mir gemeinsam ins Gymnasium. Auch auf Grund unterschiedlicher politischer Ansichten haben sich unsere Wege später recht schnell getrennt, um sich vor circa einem Jahr auf diversen Web 2.0 Plattformen wiederzufinden. Interessanterweise haben wir mittlerweile aus unterschiedlichen Richtungen politisch wieder angenähert. Franz bloggt vor allem Politik und Kultur, wo auch sein eigenes Engagement bei den Gebrüdern Moped nicht zu kurz kommt. Sein Blog war es letztlich auch, das mich dazu gebracht hat, selbst eines zu machen.

Pedro Blog

Wirtschaft und Wirtschaftspolitik muss nicht zwingend auch ÖVP-Wirtschaftsbund bedeuten. Peter Drössler zeigt in seinem Blog eine andere Seite, nämlich die der Grünen Wirtschaft auf. Es gibt als zum Glück auch Unternehmer, denen es nicht nur um Lohnnebenkosten, Dividenden und Steuervorteile, sondern auch um Nachhaltigkeit, Umweltschutz und ein partnerschaftliches Miteinander im Unternehmen geht. Gemeinsam mit Christian Schreiter ist Peter einer der wenigen Blogger aus der Grünen Wirtschaft, den ich kenne. Schön wären noch viele mehr.

Wissenbelastet

Wenn es einen A-Blogger in Österreich gibt, dann ist das definitiv Max Kossatz. Sein Blog ist für mich etwas schwer zu beschreiben, da es sich mit sehr vielen verschiedenen Themen beschäftigt. Ein typisches Privatblog eben. Hauptbereiche sind jedenfalls Politik, Medien, Kunst und Kultur. Und genau das ist auch das spannende an diesem Blog, weil man als Leser immer wieder neue Aspekte oder Bereiche kennen lernt, auf die man selbst wohl kaum gekommen wäre. Max konnte ich in den letzten Monaten im Rahmen der Grünen Vorwahlen und Urlaub mit Freunden gut kennen lernen und ich nehme mal an, dass es nicht die letzten Projekte waren bei denen wir uns gemeinsam engagierten.

biber – Der Nachhaltigkeit verpflichtet?

von Gerald Bäck am 30.08.09

biber_terassenheizung

Wir sind der Nachhaltigkeit verpflichtet. Die grundlegende Idee ist, dass wir die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen behutsam nutzen.

Klingt doch super, oder? Deswegen und weil die Produkte sehr schön sind, kaufe ich gerne die überteuerten Produkte im Bibershop. Nudelmaschinen, Suppenlöffel, Gusseisenpfannen und vieles mehr gibt es dort zu kaufen. Das passt auch irgendwie alles zusammen und lässt mein Boboherz höher schlagen.

Leider ist es mit der geheuchelten Nachhaltigkeit nicht allzu weit her, wenn man sich dieses Produkt ansieht. Da sitzt man also ganz gemütlich auf der Terrasse des wärmegedämmten und mit Solarstrom versorgten Hauses und – weil man gönnt sich ja sonst nichts – sorgt zusätzlich direkt und indirekt für die Klimaerwärmung. Terrassenheizungen kommen leider immer mehr in Mode, letzter Sündenfall das Neni am Naschmarkt. Ein Lokal für jene, die unter Tags gerne Nachhaltigkeits- und CSR-Konzepte schreiben, dann aber doch gerne einen Abend mit Barolo unter der wohligen Wärme einer CO2 Schleuder verbringen. Am Wochenende geht’s dann ohnehin mit dem SUV ins Haus im Waldviertel. Biber greift also nur einen allgemeinen, perversen Trend auf. Das Wort Nachhaltigkeit sollte dieser Firma allerdings nie wieder über die Lippen kommen.

Bäckblog Panoptikum

von Gerald Bäck am 26.08.09

August ist irgendwie saure Gurkenzeit, es gibt kaum Themen, die sich lohnen ein wenig genauer betrachtet zu werden und es gibt kaum Leser für uns Blogger. Trotzdem gibt es immer wieder kleinere Anlässe, die es für mich wert sind, festgehalten zu werden. Deswegen starte ich eine neue Kolumne, die in unregelmäßigen Abständen hier erscheinen wird. Den Titel hab ich mir übrigens bei Ritchie abgeschaut, ich hoffe er nimmt es mir nicht krumm!-)

Kino: Inglorious Basterds

bei dem Film stimmt einfach alles. Er ist witzig, ohne den Nationalsozialismus zu verharmlosen. Der Film ist spannend, birgt gefühlte 1000 Filmzitate in sich und die Schauspieler sind einfach überirdisch. Wenn Christoph Waltz keinen Oscar für die beste Hauptrolle bekommt, muss man ernsthaft am Geisteszustand der Academy-Juroren zweifeln. Ich bin schlicht begeistert. Bester Film des Jahrzehnts.

Kino: Der Weg nach Mekka

Also ich gestehe, dass ich den geborenen Österreicher Muhammad Assad nicht kannte. Seine interessante Lebensgeschichte vom Wiener Juden zum Islam-Konvertiten über den Saudischen Königshof nach Pakistan als einer der Staatsgründer wurde in dem Film Der Weg nach Mekka nacherzählt. Ein toller Film über eine faszinierende Persönlichkeit, die in der arabischen Welt fast jeder zu kennen scheint und in Österreich keiner.

Grüne Vorwahlen

Wie es scheint haben die Betonierer im Grünen Landesvorstand ihr Ziel erreicht, da ein Großteil der OrganisatorInnen derzeit ein Frustrationsmaximum durchlebt. Ich will mich mit der Wagenburgmentalität auch nicht länger aufhalten, da mich dieses Thema mittlerweile selbst mehr als nervt. Wie abgehoben und unverfroren allerdings agiert wird, zeigt der Blogbeitrag von Oberbetonierer Markus Rathmayer, der sich darin selbst als Türöffner bezeichnet. Sinngemäß argumentiert er darin, dass der grüne Landesvorstand alles noch viel schlimmer machen hätte können und deswegen eigentlich eh ganz super ist. Wirklich ein herausragerner Qualitätsanspruch den Herr Rathmayer hier hat!-) Noch ein kleines Bonmot zu den Grünen Vorwahlen lieferte das überaus professionelle Parteimanagement unter Robert Korbei, das die Ablehnungsorgie für potenzielle UnterstützerInnen auf die Spitze trieb, in dem es sogar Personen schriftlich ablehnte, die gar keinen Antrag gestellt hatten. Gerüchteweise sollen darunter auch ehemalige Grüne Abgeordnete zum Nationalrat gewesen sein!-) Naja, wer solche Türöffner hat, braucht bestimmt keine Betonierer.

Polizei erhöht den Blaulicht- und Sireneneinsatz

Ich kann den Verdacht nicht untermauern, aber mein subjektiver Eindruck ist, dass in letzter Zeit mehr Blaulichtfahrten durch die Polizei gemacht werden und da ich eine Neigung habe, stehts das schlechteste zu vermuten, mutmaße ich, dass diese Fahrten einfach angeordnet wurde, um so das sogenannte subjektive Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu steigern.

BlogDay

Am 31.8. ist BlogDay. Das heißt, es sollen möglichst viele Blogger über fünf für sie wichtige Blogs berichten. Finde ich eine nette Idee und werde bestimmt daran teilnehmen, obwohl die Auswahl von nur fünf Blogs relativ schwer fällt.

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