PC
Politische Korrektheit lässt mich nicht los und fast schon war ich versucht diesen Artikel P.C.-Terror zu nennen, aber damit hatte ich Andreas Lindinger sehr unrecht getan. Andreas hat nämlich einen offenen Brief an Unilever wegen deren neuester Werbekampagne geschrieben.

Ich wusste bisher nicht, dass das Wort Mohr genauso wie Neger einen rassistischen bzw. beschimpfenden Hintergrund hat, aber schon allein weil Mohr ein sehr altmodisches Wort ist, wäre ich ohnehin nie auf die Idee gekommen, dieses zu verwenden. Da könnte ich ja auch meine Cousine Base und meinen Onkel Oheim nennen. Für mich ist es klar, Menschen, Minderheiten, Volksgruppen so zu benennen, wie sie das wünschen und eben nicht als diskriminierend empfinden, aber meiner Meinung nach gilt das nur für die Menschen und eben nicht für Dinge. Ich kann an folgenden Begriffen nichts rassistisches erkennen:
- Zigeunerräder
- Eskimo-Eis
- Negerbrot
- Mohr im Hemd
- Mohrenbräu
- Der Meinl Mohr
- Rote Indianerbohnen
- Negerbusserl
- Indianer mit Schlag
- Zigeunersauce
Alles Lebensmittel die mehr oder weniger gut schmecken und Begriffe verwenden, die heute im Zusammenhang mit Menschen negativ konnotiert sind, weil man diese damit unter Umständen verächtlich macht. Nur gilt das dann auch für Lebensmittel? Diskriminiert es wirklich einen Roma, wenn ich ein Zigeunerrad esse und sind die Inuit beleidigt, wenn ich ein Cornetto von Eskimo esse? Ich kann mir das nicht ganz vorstellen. Was ist das diskriminierende daran, wenn man ein Lebensmittel mit einem Begriff belegt, der ohnehin auf keinen Menschen mehr angewendet werden sollte und daher niemanden mehr betrifft.
Ob es für das Unternehmen und das Produkt selbst so besonders absatz- und imagefördernd ist, wenn die Schokolade Negerbrot heißt, steht dabei auf einem anderen Blatt.

Angela Stoytchev
23.07.09 , 08:07
hier ein anderes beispiel: (sorry, der link ist so lang, ich weiß nicht, wie es anders geht…)
http://images.google.at/imgres?imgurl=http://www.the-device.net/content/2009/bimbokrapfen1.jpg&imgrefurl=http://www.the-device.net/bimbokrapfen-8141.html&usg=__X9DQe_0JyiLMpejXnzfs1W92ZQo=&h=525&w=700&sz=67&hl=de&start=4&um=1&tbnid=AAu3UvPeL0FqxM:&tbnh=105&tbnw=140&prev=/images%3Fq%3Dbimbo%2Bkrapfen%26hl%3Dde%26sa%3DN%26um%3D1
sorry, aber ich finde deine argumentation nicht schlüssig. wenn schwarze neger, bimbo oder mohr (zu recht) als diskriminierend und beleidigend empfinden, dann ist es doch egal, ob ich sie direkt so anspreche, in der dritten person über sie rede oder einen artikel danach benenne.
???
lg
angela
FunkFish
23.07.09 , 08:07
Besser kann man es eigentlich nicht auf den Punkt bringen
Angela Stoytchev
23.07.09 , 08:07
hallo gerald,
sorry, ich halte deine argumentation nicht für schlüssig. wenn du überein stimmst, dass es zu unterlassen ist, bimbo, neger, mohr, kanak, etc zu sagen, weil menschen sich dadurch beleidigt und diskriminiert fühlen, dann ist es doch egal, ob ich sie direkt so anspreche, in der dritten person über sie so rede oder produkte so benenne.
gib mal in google “bimbo krapfen” ein, dann findest du auch ein illustriertes beispiel…
lg
angela
Klaus Werner-Lobo
23.07.09 , 08:07
Wieso kannst du nicht einfach respektieren dass sich eine
große Gruppe von Menschen dadurch verletzt fühlt? Deine Argumente entbehren sowas von Logik und vor allem Empathie dass ich dir nahelegen würde mal das Gespräch mit von Rassismus Betroffenen zu suchen und dich gegebenenfalls zu entschuldigen.
Lg Klaus
Gerald Bäck
23.07.09 , 08:07
Hallo Angela,
es ist natürlich ein Grenzfall und der angeführte Bimbo-Krapfen überschreitet ganz bestimmt diese Grenze. Allerdings spielt der Krapfen mit rassistischen Merkmalen, was beim Mohr im Hemd eher nicht der Fall ist. Aber ich gebe zu, ich bin mir bei der ganzen Diskussion nicht ganz sicher.
Es gibt in dieser langen Reihe politisch unkorrekter Bezeichnung eben auch schlimme und weniger schlimme Worte. In meiner Liste würde ich da das Wort Neger oder Bimbo ganz oben ansetzen und beispielsweise Eskimo oder Indianer ganz unten. Erstere sind eindeutig Schimpfworte, letztere vielleicht eher nur patschert.
Dazu kommt das Problem, dass sich Minderheiten auch nicht immer einig sind. So gibt es Roma, die drauf bestehen Zigeuner genannt zu werden und umgekehrt welche, die das als Beleidigung empfinden. Also, wie mans macht ist es falsch!-)
Vielleicht wäre es beim aktuellen Unilever Fall besser gewesen, nicht Skandal zu schreien, aber die Dinge ruhig angehen, ist ja auch nicht wirklich mein Ansatz!-)
Herbert A.
23.07.09 , 08:07
hallo gerald!
der meinl mohr ist meiner meinung nach kein gutes beispiel für deine argumentation. er ist kein lebensmittel, sondern ein markenzeichen, das sehr wohl für eine person steht und auch irgendwie an sklaverei auf der kaffeeplantage erinnert.
ich denke angela hat da wohl nicht ganz unrecht, auch wenn ich jetzt an zigeunerrädern auch von selbst sicher keinen anstoß genommen hätte (und roma-räder funktioniert einfach nicht).
lg herbert
Gerald Bäck
23.07.09 , 09:07
@klaus Ich entschuldige mich gerne, für Blödsinn und Fehler, die ich mache, aber im Moment fehlen mir die Argumente, was am Zigeunerrad oder dem Mohren im Hemd rassistisch ist, weil beides nicht mit vermeintlich rassischen Merkmalen zu tun hat.
@herbert Meinl Mohr stimmt, weil es Meinl schon sehr lange gibt und das Logo wahrscheinlich so gemeint war, wie Du das beschreibst. Aber prinzipiell ist es doch kein Problem, wenn auf Firmenlogos farbige Menschen Kaffee trinken?
Klaus Werner-Lobo
23.07.09 , 09:07
Lieber Gerald, es geht ÜBERHAUPT nicht um deine Bewertung potenziell rassistischer Ausdrücke. Die sollten wir den davon Betroffenen überlassen - Diskriminierung ist was von einer Gruppe als solche empfunden wird. Und den Roma, der drauf besteht Zigeuner genannt zu werden musst du mir mal vorstellen.
Ausreden sollten wir mal über journalistische Ethik beim Bloggen reden. Nämlich darüber, ob nicht ein Mindestmaß an Auseinandersetzung mit einem ernsten Thema nötig wäre bevor man sich öffentlich dazu äußert.
Lg Klaus
Thomas Mohr
23.07.09 , 09:07
Lieber Klaus, Deiner Argumentation zu Folge müssten auch Ausdrücke wie “weisser G’spritzter” - da werden gleich zwei Gruppen diskriminiert, nämlich Kaukasier und Homosexuelle - oder auch Spaghetti (Italiener), Frosch (Franzosen) etc. verschwinden. Genauso müsste aus der deutschen Ausgabe der homerschen Epen der Name der Heimatinsel des Odysseus verschwinden, weil phonetisch mit Itaker zu verwechseln.
Wo hört man auf ? Übrigens, Rassismus ist kein exklusiv Europäisches/US Amerikanisches Phänomen. Du solltest vielleicht einmal zuhören was Afrikaner manchmal so reden.
lG
Thomas
PS: Um Deine Argumentation des Gesprächs mit Rassismus betroffenen vorwegzunehmen, unter meinen guten Freunden befinden sich Leute aus Togo, Dominica, Venezuela, Kolumbien, Barbados und Bermuda.
Klaus Werner-Lobo
23.07.09 , 09:07
Nachtrag: Ich find’s nicht schlimm nicht nicht zu wissen dass Mohr etc. als rassistisch empfunden wird. Aber wenn man darauf (z.b. von Inou im FM4-Beitrag) hingewiesen wurde und dennoch drauf beharrt find ich das zumindest ignorant.
Angela Stoytchev
23.07.09 , 09:07
@klaus: danke, 100%ige zustimmung, zu BEIDEN absätzen!
lg
angela
Herbert A.
23.07.09 , 09:07
@gerald: natürlich ist es begrüßenswert, wenn farbige personen werbeträger sind. aber im fall meinl eben aus angeführten gründen nicht.
Klaus Werner-Lobo
23.07.09 , 09:07
@thomas kennst du wen der sich von den von dir genannten absurden beispielen diskriminiert fühlt oder willst du nur polemisieren? Wieso soll’s nicht reichen dass sich so gut wie alle Betroffenenorganisationen dagegen wehren?
Andreas Lindinger
23.07.09 , 09:07
Gerald, ich kann deine Argumentation natürlich nachvollziehen, zumal sie in der Bevölkerung wahrscheinlich weit verbreitet sein dürfte. Gerade bei diesem Thema ist es aber wichtig, nicht zu schauen was die Mainstream-Meinung ist, sondern was die Haltung der Betroffenen ist. Und gerade da konnte ich in den letzten Monaten in persönlichen Gesprächen und bei Podiumsdiskussionen viele wichtige Anliegen und Erfahrungen hören, insbesondere in Bezug auf den latenten Alltagsrassimus.
Daraus resultiert die Argumentation meines Blogposts bzw. die Bedeutung, die diesem Thema meiner Meinung nach gebührt: nicht aus Gründen der Political Correctness, sondern aus Gründen der persönlichen Erfahrungen, die ich in den Gesprächen mit betroffenen Mitmenschen gewinnen konnte. Wenn wir deren Anliegen mit Hinweisen auf Political Correctness oder gängigen Speisebezeichnungen ignorieren, wie es Unilever in seiner Reaktion getan hat, dann ist dies wahrscheinlich mindestens ein so großer Schlag ins Gesicht der Betroffenen wie das Sujet selbst.
One Brick
23.07.09 , 09:07
Trotz Muttersprache Deutsch (sorry, Väter jetzt nicht kleinlich werden) empfinde ich “Mohr” nicht als abwertend sondern einzig als antiquiert (im Gegensatz zu allen anderen von Angela genannten zeitgenössischen Begriffen). Auch etymologisch gibt der Mohr nix diskriminierendes her.
Freilich, die Musik entsteht im Auge des Betrachters - aber bei einer Eiswerbung für einen in zigtausenden Speisekarten seit jahrzehnten verewigten Begriff derart auszuzucken grenzt an Hysterie - und das trotz der positiven Formulierung “I will mohr”.
Gottseidank sagen wir zu den gelb-orangen Dingern Karotte, sonst hätten wir echte Probleme!
Wie steht es um ein Aufführungsverbot von Othello?
Oder sollte Eskimo zum Ausgleich den “Magnum” in “Gschertenlutscher” umtaufen, der fairness halber?
Heinz
23.07.09 , 09:07
@Klaus: also nur bloggen, wenn man glasklar “Mohr” Rassismus zuordnet, und nicht, wenn man sich unsicher ist?
Wie mann man dann diskutieren? Wie kann man dann erfahren, was andere dazu sagen? Aus Gerald’s Eintrag lese ich eher Unsicherheit heraus, keinen absolutistischen Anspruch. Und wieso kommt jetzt ein FM4-Beitrag ins Spiel, der velleicht von Gerald gehört wurde, vielleicht auch nicht?
Ich finde, man muss sehr wohl fragen/diskutieren können, was denn allgemein als rassistisch empfunden wird, und was man daher besser unterlässt, und was nicht. Aber eben *diskutieren*, und nicht sich in der Antwort etwas vorschreiben lassen. Wer weiß, welche Worte in Zukunft als rassistisch empfunden werden, die wir heute noch als völlig normal im Sprachgebrauch auffassen. Wer kann von sich behaupten, den oberstinstanzlichen PC-Level erreicht zu haben? Wer sitzt gesichert nicht im Glashaus?
One Brick
23.07.09 , 09:07
@Klaus: “Diskriminierung ist was von einer Gruppe als solche empfunden wird”
Spannende Frage. Auf den ersten Blick würde ich Dir da beipflichten.
Auf den zweiten Blick tendiere ich dazu, dass es zum Zustandekommen von Diskriminierung zwei Parteien braucht, denn von wem geht sonst der Nachteil aus, der mit der Diskriminierung einhergeht?
Auf den dritten Blick würde ich sagen ist es eher unerheblich, ob der Betroffene die Diskriminierung wahrnehmen kann oder nicht - was zählt ist einzig und allein das Handeln des Diskriminierenden.
Trotzdem finde ich das Setting, in dem Immigranten den Native-speakern deren Sprache erklären, durchaus interessant.
Klaus Werner-Lobo
23.07.09 , 09:07
@heinz vielleicht hast du recht und ich ärgere mich nur deshalb weil das Wissen über Diskriminierung und Rassismus eigentlich zur Volksschulbidung gehören sollte, aber das ist wohl eher ein Problem des österr. Bildungssystems. FM4 war der Blogeintrag auf den sich die ganze Diskussion (via @Lindinger) bezieht.
Markus Otti
23.07.09 , 10:07
Eine Bezeichnung nicht als abwertend zu empfinden, wenn man von ihr nicht betroffen ist, ist nun wirklich kein Kunststück. Rassistisch ist, was 1. von den Betroffenen so empfunden wird und zwar 2. weil der Begriff zb auf Grund historischer Konnotationen negativ besetzt ist. Beides trifft auf das Wort “Mohr” zu. Natürlich ist nicht jeder, der es in irgendeinem Zusammenhang verwendet, schon ein Rassist. Man darf aber darauf hinweisen, dass der gedankenlose Gebrauch von solchen Begriffen 1. unsensibel und für manche beleidigend und 2. Wasser auf den Mühlen der echten Rassisten ist, die ihre tatsächlich rassistisch gemeinten Aussagen damit tarnen können, dass sie “ja eh nix Verbotenes” gesagt haben.
Meines Wissens hat niemand nach der Polizei oder gesetzlichen Zwangsmaßnahmen gerufen - lediglich ein sachlicher, im Tonfall freundlicher offener Brief wurde verfasst. Hysterie kann ich da keine erkennen.
Gerald Bäck
23.07.09 , 10:07
“Diskriminierung ist was von einer Gruppe als solche empfunden wird”
Dabei muss aber schon ein logischer Zusammenhang bestehen. In diesem Fall schließt also eine Gruppe zu recht die Bezeichnung Mohr für sich aus. Aber das Wort prinzipiell quasi für verboten zu erklären, halte ich für problematisch bzw. zumindest diskussionswürdig.
@ journalistische Ethik gibt’s hier nicht. Ich stelle auch keinen journalistischen Qualitätsanspruch, weil ich einfach kein Journalist bin. Hier gibt’s nur Postings, manchmal bessere, manchmal schlechtere und oft kontroverse.
michel reimon
23.07.09 , 10:07
also ich versteh nicht, was an dem thema so schwer ist.
1. kein wort hat irgendeine feststehende wirkung, sondern immer nur im zusammenhang der kommunikation. jede grundsätzliche oder historische oder etymologische diskussion über worte ist in diesem zusammenhang hier ziemlicher holler, wenn nicht die wirkung auf betroffene berücksichtigt wird.
2. ich persönlich will mit meiner sprache (zumindest grundsätzlich) niemanden beleidigen. was beleidigt, entscheide nicht ich, sondern die betroffenen. daher vermeide ich im normalfall worte, die ANDERE als beleidigend empfinden. das betrachte ich nicht als antirassistische glanzleistung, sondern als mindestmass eines zivilisierten sozialverhaltens.
3. ich will auch nicht, dass sich menschen durch “öffentliche kommunikation” beleidigt fühlen: wandschmierereien, plakate, speisekarten, etc. - das liegt gar nicht in meiner verantwortung, trotzdem will ich, dass so etwas in “meinem” öffentlichen raum unterbleibt.
4. natürlich ist das kein freibrief für alle und jeden, mir jedes wort zu verbieten. wenn sich jemand durch etwas beleidigt fühlt, das ich nicht nachempfinden kann, muss ich abwägen zwischen dem respekt vor dieser person und meinem wunsch, ein wort weiter zu verwenden. diese entscheidung steht natürlich jedem frei.
respekt ist auch etwas, was man nicht für sich bewerten kann, sondern nur in der wirkung auf andere.
Dan
23.07.09 , 10:07
Tatsache ist doch, dass die Firma mit dem politisch inkorrekten Namen die Produkteinführung ganz brilliant angelegt hat: Das Produkt wird durch die öffentliche Debatte bekannt gemacht und man spart sich einiges an Werbeaufwand. Hätte man das Ding “Schokokuchen-Schokosauce-Schlagobers-Eiscreme” genannt, wäre das nicht geschehen.
Ob Ihr wollt oder nicht, ihr werdet für die Werbung instrumentalisiert und diese Aufregung ist der Firma wahrscheinlich sehr recht.
fatmike182
23.07.09 , 10:07
darf ich das Mohrenbräu in die Diskussion werfen? Der Gründer der Brauerei hat Mohr geheißen, als Logo wird ein Schwarzafrikaner verwendet.
Wird die Marke das Logo in Österreich ändern sollen, wenn Eskimo nachgibt?
Wieviele Leute sich einem Thema zuwenden, wenns um eine Lebensmittelnamenfrage geht ist ja bewundernswert, wenn man das doch nur auf eindeutigeren Rassismus extrapolieren könnte… (wieviele Nichtkaukasier stehen bei euren Banken am Schalter oder sind im öffentlichen Dienst? Da ist sogar Deutschland & Schweiz Ö deutlich voraus)
Aber komischerweise schafft man es mit solchen Themen schwerer in Medien, sind wohl nicht alltäglich genug wie Speisekartenschimpfworte.
Ich vertrete die gleiche Position wie Gerald Bäck, da ich das Wort für antiquiert halt und es damals (Kolonialzeit, also nicht grad meine Generation) Usus war. Hätte es damals einen politisch korrekteren Ausdruck gegeben, hätte man den womöglich entliehen.
Hätte die Diskussion zu einer Zeit stattgefunden, wo das Mohr aktuell als Schimpfwort eingesetzt wurde, wäre ich anderer Meinung.
Vermutlich wird die ganze Diskussion der rechten Seite noch mehr Wähler zuschanzen “wö si de N* net anpassn und uns jez unsare Sproch ausbessan, heast”. Wäre also auch für ruhiger angehen gewesen, dann wäre Eskimo & co auch kooperativer gewesen.
Markus Otti
23.07.09 , 10:07
Unabhängig davon, ob man das Wort generell verbieten will oder nicht: Der Gebrauch in einer groß angelegten Werbekampagne im öffentlichen Raum ist schon problematisch. Da ist ein strengerer Maßstab als an etwa ein privates Gespräch anzulegen. Von einer breitenwirksamen öffentlichen Äußerung kann man schon verlangen, dass sie rücksichtsvoll und unmissverständlich formuliert wird.
fatmike182
23.07.09 , 10:07
ds Wort wurde wortspielerisch more = mohr (im hemd) “missbraucht”.
ad Dann-nennen-wirs-doch-einfach-Schokokuchen
mMn nicht das gleiche, Schokokuchen hat eine andere Teigmasse, da muss schon ein eigener Begriff nachkommen.
Dass Claudi Unterweger selbst nichtmal weiß, dass ein Mohr im Hemd kein “Schokokuchen mit Glasur” (http://fm4.orf.at/stories/1620176/) ist finde ich dahingehend auch komisch
Gerald Bäck
23.07.09 , 10:07
@Dan Ich denke nicht, dass Unilever das ganze so positiv sieht. Egal ob rassistisch oder nicht schadet es ganz sicher dem Unternehmen. Ich denke auch nicht, dass das Umsatz bringt, weil jetzt alle Rassisten das Eis kaufen werden.
Dan
23.07.09 , 10:07
@fatmike182: Es ist schon ein starkes Stück, dass du da jetzt quasi jene kritisierst, die sich dazu entschließen, das Ding eben nicht Mohr im Hemd zu nennen.
Als Beispiel dazu fiele mir das WUK-Beisl ein: da heißt das Dessert eben “Schokokuchen mit Schokosauce”. Das Lokal hat auch lange Zeit einen Schwarzen als Kellner beschäftigt.
Michael
23.07.09 , 10:07
Nehmen wir den Schauplatz USA an: Wenn jetzt irgendwelche Typen von der Aryan Brotherhood (die zweifellos - und zum Glück - eine Minderheit sind) ankommen und meinen, sie fühlen sich von der Produktbezeichnung “Cracker” diskriminiert, dann sollen die Cracker-Hersteller nach der Meinung einiger hier den Nazis nachgeben? Weil “Diskriminierung ist was von einer Gruppe als solche empfunden wird.”
Markus Otti
23.07.09 , 10:07
Was von einer Gruppe empfunden wird und zwar aus auch von außen halbwegs nachvollziehbaren Gründen. Abgesehen davon ist eine antidemokratische und rassistische politische Einstellung wohl nicht ganz im selben Maße schützenswert wie eine ethnische Minderheit.
Klaus Werner-Lobo
23.07.09 , 10:07
Audrücklicher Lesebefehl:
Wie vermeide ich es, rassistische Artikel zu schreiben? http://bit.ly/Dx8K7
fatmike182
23.07.09 , 10:07
@ Dan
dann siehs halt als starkes Stück. Jedenfalls kann ein Schokokuchen (Schokoladenkuchen hätte besser gepasst, da “Schoko” auch für N* nicht ungeläufig ist. Wird also in paar Jahren einem ähnlichen Schicksal erliegen) mit Schokosauce (siehe davor) ALLES sein… und ein Mohr im Hemd.
Und wenn es deinen Blutdruck schon so in die Höhe schnelle lässt, wenn soetwas schreibe, was passiert mit dir dann erst mit dir, wenn du das Beispiel der Beschäftigung von Nichtkaukasiern liest?
Oder, dass bei der Polizei bis Nov 2007 kaum Leute mit Migrationshintergrund genommen worden?
Dan
23.07.09 , 10:07
@GeraldBäck: Wenn es tatsächlich gelingen sollte, diese Sache so groß zu machen, dass sie international diskutiert wird, dann kann das Unilever natürlich schaden. Ich halte es aber für sehr unwahrscheinlich, dass das passiert.
Es würde mich wundern, wenn in Österreich mehr als 15% der Bevölkerung wegen des Namens alleine keinen “Mohr im Hemd” kaufen würden.
fatmike182
23.07.09 , 11:07
@ Michael
Nein. Problematisch wäre in dem Fall, dass sich die betroffene (?) Gruppierung nicht selbst so genannt hat und lt dem Weltbild der Rassentheorie als Unterklasse gesehen wurde.
Auf Kaukasier fällt mich kein Analogum ein. Schwabo evtl, wobei ich keine offensichtlichen Hintergründe erkenne, warum ich mich da jetzt beleidigt fühlen soll
aschima
23.07.09 , 11:07
Ich find auch, dass man es mit political correctness übertreiben kann, aber ich finds irgendwie auch komisch, dass man sich in letzter Zeit, wenn man auf sprachliche Diskriminierungen hinweist auch immer gleich überlegen muss ob man sich als pedantischer Political Correctness- Freak angacken lassen will… Was ist denn eigentlich dabei sich mal über ein Wort zu mockieren selbst wenn es vielleicht “Betroffene” gibt die sich dadurch garnicht betroffen fühlen?! Umgekehrt kommt es doch eh viel viel zu oft vor dass wir extrem rassistische oder sexistische Bemerkungen einfach übergehen, überhören, übersehen… Ich versteh da echt oft die Energie nicht, die dann in die ” aber das ist ja übertrieben”- Debatte investiert wird!? Warum nicht mal diesbezüglich großzügig sein, anstatt bei den vielen “kleinen” Rassismussymbolen und -Äußerungen die einem tagtäglich begegnen?!
Diese Diskussion kommt dann immer von Leuten die ich eigentlich für durch und durch NICHT rassistisch oder sexistisch halte.
Ich find im übrigen auch, dass es wohl nur darum gehen kann was die Betroffenen selbst für diskriminierend halten. Da wäre z.B. das Wort “schizophren” dass an Schizophrenie erkrankte nicht gerne als Schimpfwort hören, oder das Wort “Handicap” dass behinderte Menschen nicht gerne hören weil es von den bettelnden behinderten Kindern kommt die ihr Kapperl aufgehalten haben… Darf man jemanden, der das vielleicht einfach nicht weiß eigentlich aufmerksam machen, dass das Begriffe sind die jemanden verletzen ohne zumindest belächelt zu werden? Ist es nicht eher unsere eigene Betroffenheit weil wir uns immer wieder dabei ertappen oder aufmerksam gemacht werden dass wir eben selbst immer wieder solche Begriffe verwenden, die uns dann die Augen rollen lassen über andere die wiedermal “päpstlicher als der Papst” sind?
Ich find den “Mohr im Hemd” rassistisch, unabhängig davon ob ein Ding oder ein Mensch, weil er einen Begriff salonfähig bleiben lässt der das schon längst nicht mehr sein sollte! Aber fast noch mehr wundert mich die Aufregung wenn jemand - selbst wenn’s ein Grenzbereich wäre- das laut sagt!
Dan
23.07.09 , 11:07
@fatmike182:
Danke für die Sorge um meinen Blutdruck, aber ich kann dir versichern: es ist alles ok
Ich bin kein Anhänger von linguistischen Stellvertreterstreits wie etwa der Diskussion über das Binnen-I, “man” vs. “mensch”, “Mohr” etc.
Warum? Weil sie vom eigentlichen Thema (ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern, Alltagsrassismus, …) ablenken und dazu tendieren, wie jeder andere Streit die Bevölkerung in mehrere Lager zu teilen.
Christian Schreiter
23.07.09 , 11:07
Das Sommerloch hat die Blogwelt erfasst. Unfassbar, dass man über “Mohr im Hemd” so emotional und reichhaltig diskutieren kann …
judith
23.07.09 , 11:07
ich habe eine Freundin, die einen etwas dunkleren Teint hat (schwarz nämlich), die aber in Salzburg geboren ist. Muss ich die jetzt als Afroamerikanerin bezeichnen? Weils halt grad aktuell die politisch korrekte Bezeichnung ist…? Oder wie jetzt?!
Oder muss ich mich jetzt schlecht fühlen, weil ich Gender Writing für Bullshit halte? Diskriminiere ich mein eigenens Geschlecht, weil ich nicht gendere? Bin ich vielleicht gar eine Autorassistin?
Politicial Correctness könnte eine nette Sache sein, wenn sie nicht soviel Spielrauf für die faschistoide Züge mancher Menschen lassen wurde.
‘Yes i’d like a black coffee, please’.
‘Excuse me Sir that is uncalled for. Its ‘coffee without milk’ ‘.
‘Just fuck off and bring me my coffee, you fucking liberal!’
Thomas Mohr
23.07.09 , 11:07
Noch ein “Thomas Mohr” hier? Sapperlot. Der obige Eintrag vom 23.07.09, 9:24 stammt jedenfalls nicht von mir (http://twitter.com/thomas_mohr)
Zur Debatte: Auffällig ist m.E., dass eine jahrzehntelange Präsenz des “Mohr im Hemd” auf tausenden Speisekarten bisher ignoriert wurde. Von meinem Sprachgefühl her hätte ich den Begriff “Mohr” als so veraltet und von der damaligen Bedeutung entfremdet erachtet, dass hunderte aktuelle Probleme eher zu lösen wären. Aber für eine solide Debatte ist es nie zu spät.
Andy
23.07.09 , 11:07
Es sind sowieso immer die gleichen VerdächtigenINNEN, die sich über Begriffe künstlich aufregen, worüber auch sonst?
Mir ist es jedenfalls absolut wurscht, wenn mich ein Pieffke “Schluchtenscheisser” oder ein Chinese “Langnase” nennt
Christian Klepej
23.07.09 , 11:07
an dieser unsäglichen debatte kann man nicht teilnehmen.
und dann natürlich auch nicht ganz nicht.
dem »lesebefehl« des guten Klaus sei nämlich eine warnung hinzugefügt: ich bin froh, mich auf seite 5 oder 6 gerade noch einmal selbst aus diesem unglaublichen strudel eindeutiger vorgaben, richtlinien und allumfassender erkenntnis, alleiniger selbstverständlich, eines möchtegern-diderots herausgezogen zu haben. also aufpassen, beim lesen, vorsichtig bleiben, nicht zweit rausbeugen
Mathias
23.07.09 , 11:07
Ich finde es seltsam, dass in dieser Diskussion noch gar nicht einer der elementarsten Aspekte in Bezug auf sprachliche Aussagen und Sprachgebrauch aufgetaucht ist: Nämlich der der Intention des Sprechers, der klarerweise vor allem durch den Kontext deutlich wird.
Natürlich kann man es sich einfach machen und sagen: “Alle Bezeichnungen, die die bezeichnete Gruppe als negativ empfindet, sind auch negativ gemeint.” Das entmüdigt allerdings den Sprechenden, dessen Intention vielleicht gar nicht so gemeint war und was normalerweise auch recht offensichtlich ist.
Ein Beispiel: Schreit irgendein Prolet “Ausse mit de Nega!” ist offensichtlich, dass er den Begriff als negativ besetzt empfindet und dementsprechend verwendet. Wäre seine Aussage aber um auch nur einen Deut besser, wenn er sie “Ausse mit de Farbign!” formuliert hätte? Wohl kaum, weil eben der Kontext als Merkmal für die Intention des Sprechenden entscheidend ist und nicht einzelne darin enthaltene Wörter (obwohl diese natürlich auch für sich schon werttragend sein können, müssen es aber nicht).
Im Fall “Eskimo” ist der Kontext ja wohl klar: Die Firma beruft sich auf die jahrzehntealte Bezeichnung für eine Süßspeise, garniert mit einem nicht sonderlich einfallsreichen Wortspiel, um so eine bestimmte Eiscreme zu bewerben. Wo ist hier die rassistische Konnotation der Gesamtaussage?
Einzelne Wörter zu verurteilen ist immer leicht, aber dadurch wird einem Begriff alleine zu viel Bedeutung zugemessen. Klar ist auch hier das, was mit dem Begriff mitschwingt (geschichtlich, gebräuchlich etc.), relevant, aber nicht, wenn es durch den Kontext entkräftigt wird.
Ganz allgemein zu dieser Befindlichkeitssache: Irgendjemand wird sich immer durch irgendein Wort beleidigt fühlen. Forciert wird das meiner Meinung nach dadurch, dass sich das so genannte Opferdenken etabliert hat, wonach es mitunter gar lukrativ sein kann, sich als Benachteiligter darzustellen. Ich möchte niemandem unterstellen, dass das in dem Fall eine Motivation war. Jedoch ist die Beschwerde über “Mohr im Hemd” als Bezeichnung für ein Eis durchaus stark mit diesem Phänomen verbunden, so meine Einschätzung.
Oder anders gesagt: Hab wir nichts anderes, worüber es sich aufzuregen lohnt? Zum Beispiel echten Rassismus, der sich in wirklichen Beleidigungen oder gar Gewalt äußert. Anstatt solche Kleinigkeiten anzufechten wäre es doch sinnvoller, zuerst einmal die großen Übel zu bekämpfen.
Gerald Bäck
23.07.09 , 11:07
@mathias Das “haben wir nichts anderes zu tun” Argument lässt sich auf nahezu alle Diskussionen anwenden, denn es gibt immer wichtigeres. Sei es der Welthunger, die Wirtschaftskrise oder der Analphabetismus. Alles viel wichtiger als die Frage, ob ein Guglhupf in Schokosauce Mohr im Hemd heißen darf. Das gleiche Argument kommt übrigens auch immer bei der Gender Debatte. Ich finde eher, dass es eine Gesellschaft auszeichnet, die sich auch über solche Aspekte Gedanken macht. Wiewohl die Diskussion nicht zum Selbstzweck und zum Feigenblatt verkommen darf.
Die Frage, nach der Intention des Sprechers ist zwar relevant, wenn es um die Beurteilung seiner Person geht, tut aber letztlich nichts zur Sache. Gut meinen reicht da eben nicht aus, es muss schon auch gut sein. Es ist also legitim, wenn Andreas Lindinger von Unilever fordert, sich über die Wirkung von Slogans Gedanken zu machen, aber andererseits ist der Slogan deswegen noch lange nicht rassistisch.
Thomas Rafelsberger
23.07.09 , 12:07
“Ich will mohr”, klingt für mich nicht nach Rassismus sondern nach Völkervereinigung!
Bahnhof
23.07.09 , 12:07
@fatmike182 “wieviele Nichtkaukasier stehen bei euren Banken am Schalter oder sind im öffentlichen Dienst?”
Was bitte meinst Du mit Nichtkaukasier?
Kaukasus = Russland, Türkei, Georgien, Aserbaidschan, Armenien
Was haben die in dieser Diskussion verloren?
Michael
23.07.09 , 12:07
Er meint den zweifelhaften Begriff http://en.wikipedia.org/wiki/Caucasian_race
Mathias
23.07.09 , 12:07
“@mathias Das “haben wir nichts anderes zu tun” Argument lässt sich auf nahezu alle Diskussionen anwenden, denn es gibt immer wichtigeres. Sei es der Welthunger, die Wirtschaftskrise oder der Analphabetismus. Alles viel wichtiger als die Frage, ob ein Guglhupf in Schokosauce Mohr im Hemd heißen darf. Das gleiche Argument kommt übrigens auch immer bei der Gender Debatte. Ich finde eher, dass es eine Gesellschaft auszeichnet, die sich auch über solche Aspekte Gedanken macht. Wiewohl die Diskussion nicht zum Selbstzweck und zum Feigenblatt verkommen darf.”
Gedanken machen ja, aber daraus müssen keine hysterischen Schlüsse erfolgen.
Bei der Gender-Debatte ist es ja wirklich dasselbe: Anstatt jene Ungleichheiten zu bekämpfen, die Frauen substanziell schaden (ungleiche Löhne, ungleiche soziale Stellung, häusliche Gewalt etc.), macht man sich lieber stundenlang Gedanken über die richtige Form des Genders, auch wenn dadurch keine einzige Frau in Zukunft besser dasteht als im Moment.
Ich gebe zu, man darf sich natürlich gerne auch Gedanken über diese Aspekte machen. Mich stört daran nur zweierlei: Zum einen werden die wirklich wichtigen Punkte in den Hintergrund gerückt, zum anderen neigen gerade solche Vorwürfe zu Übertreibungen unglaublicher Art.
Dazu kommt das, was ich gerade am Gendern seit Jahr und Tag kritisiere: In der Öffentlichkeit bekommt die Gleichstellungsdebatte (nun egal ob von Frauen und Männern oder Schwarzen und Weißen) den Status einer spießigen Kleingeisterei, die den “Normalos” letztendlich nur auf die Nerven geht. Wie kann man da erwarten, dass sich auch diese mit tatsächlich stattfindendem Rassismus und Sexismus auseinandersetzen?
“Die Frage, nach der Intention des Sprechers ist zwar relevant, wenn es um die Beurteilung seiner Person geht, tut aber letztlich nichts zur Sache. Gut meinen reicht da eben nicht aus, es muss schon auch gut sein. Es ist also legitim, wenn Andreas Lindinger von Unilever fordert, sich über die Wirkung von Slogans Gedanken zu machen, aber andererseits ist der Slogan deswegen noch lange nicht rassistisch.”
Es geht nicht um die Beurteilung des Sprechenden, sondern um die seiner Sprachhandlung, wofür natürlich die Intention als Grundlage hergenommen werden muss. Bei Eskimo war sie natürlich nicht jene, eine bestimmte Bevölkerungsgruppe beleidigen zu wollen, sondern ein Produkt mit einem gängigen Namen zu vermarkten.
Dass man sich über die Wirkung dessen Gedanken machen kann: Bitte. Aber Wirkung ist nun mal etwas anderes als Intention, und so gesehen kann man Unilever nur vorwerfen, dass sie ihr Ziel zu manchen Teilen verfehlt hat (indem sie eine bestimmte Konsumentenschicht beleidigt anstatt positiv angesprochen hat). Nicht aber, dass sie rassistisch agieren. Und das ist ja der springende Punkt, also ob eine Sprachhandlung einen negativen (hier rassistischen) Beweggrund hat, oder eben nicht.
Bahnhof
23.07.09 , 13:07
@Michael aha - verstehe. Das Gebiet der vermeintlichen “caucasian race” umfasst auch das Heimatland der Mauren. Der Mohr ist also Kaukasier.
fatmike182
23.07.09 , 13:07
So zweifelhaft ist der Begriff auch wieder nicht http://en.wikipedia.org/wiki/White_people
Im amerikanisch englischen Sprachraum imho sogar geläufger als white people.
@ Mathias
Böse Menschen könnten meinen, es ist typisch für Bobos, Ungleichheiten über das Web2.0 und bürokratisch zu regeln anstatt sich wie früher die Hände schmutzig zu machen :eeeevilgrin:
Markus Otti
23.07.09 , 13:07
@ Mathias
Richtig, daher wirft auch (meines Wissens) niemand Unilever vor, rassistisch zu sein. Gefordert wird ja nur, darauf Rücksicht zu nehmen, dass das Wort “Mohr” für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe aus nachvollziehbaren Gründen ein Ärgernis ist. Niemand tut das anstatt anderweitig Rassismen zu bekämpfen. Hysterisch sind, soweit ich das überblicke, in erster Linie diejenigen, die die schlichte Bitte an Unilever, ihre Werbung etwas sensibler zu gestalten, zu ungeheuerlichem gutmenschlichen Gesinnungsterrorismus aufblasen.
Andy
23.07.09 , 13:07
@markus:
Entschuldige bitte, aber was ist es denn sonst? Kaufts halt den Dreck nicht, wenn euch die Werbung oder die Bezcihnung wirklich so stört! Wichtiger wäre es doch, nachzufragen, was in dem Produkt überhaupt so alles drin ist