Was ist die Conclusio aus der letzten Woche? Da wäre mal, dass der wahre starke Mann der ÖVP nicht etwa der Neffe seines Onkels oder der Onkel persönlich wäre, nein, es ist der Oberste Beamte unserer Republik Fritz Neugebauer. Wenigstens in der SPÖ hat noch ein Onkel das sagen. Onkel Hans hat aber diesmal auch etwas Gutes, er sorgt dafür, dass in nächster Zeit keine Vermögensteuer eingeführt wird. Man kann von der Ära Schüssel halten, was man will, aber sie hatte drei große Vorteile: eine große Unempfindlichkeit gegenüber dem Boulevard, der ÖAAB und die Landeshauptleute waren abgemeldet und die Sozialpartnerschaft hatte ihre quasi gesetzgebende Funktion weitgehend verloren. Das waren dann aber auch schon alle Vorteile.
Heute erleben wir einen Wechsel weg von der Demokratie hin zu einer Mediokratie und vor allem einer Herrschaft der Beamten sprich Bürokratie. Eindrucksvoll wurde durch die Lehrergewerkschaft bewiesen, wie wenig Macht eine Regierung und eine Ministerin doch haben kann. Wie schnell das Allgemeininteresse zu Gunsten einer Klientelpolitik geopfert wird. Dass dabei Schulden an ein Unternehmen des Staates einfach ausgelagert werden, ist eine besondere Chuzpe aber zeigt wenigstens, dass der Staat eben doch ein schlechter Wirtschafter sein kann. Es bleibt mir ein Rätsel, wie eine so schwache Regierung so eine Verwaltungsreform durchsetzen will. Die wahren Opfer der letzten Einigung sind neben dem Steuerzahler natürlich die Schüler, die sich erst von ihren agitierenden Lehrern instrumentalisieren ließen und anschließend verraten und verkauft wurden. Wer jetzt übrigens meint, mir wieder Emails schicken zu müssen, dass doch die meisten Lehrer gar nicht so seien, sollte dieser angeblichen Mehrheit vielleicht die Frage stellen, warum sie dann Interessenvertreter wählen, die in einer ganzen Club2 Sendung nicht einmal das Wort Schüler über die Lippen bringen.
Heute hat Google bekannt gegeben, dass man ab sofort die Suchergebnisse fürs Ego-Googeln beeinflussen kann. Wenn man bedenkt, wie oft nach Namen gegoogelt wird, ist das ein ziemlich gewaltiger Schritt. Ab sofort soll das eigene Profil am Ende der Suchseite angezeigt werden. Ich hab es mal mit meinem Namen versucht, mein Profil wurde jedoch nicht angezeigt, aber vielleicht braucht das ganze noch ein wenig Vorlaufzeit. Jedenfalls soll das dann so aussehen:

Getragen wird der Dienst vom bisher relativ nutzlosen Google Profiles. Plötzlich macht das ganze nämlich Sinn und enthüllt eine guten Teil von Googles Social Network Strategie. Der Profiles Dienst selbst ist relativ spartanisch und bietet neben dem Eintragen diverser Links zu anderen Profilen wie Twitter oder Facebook nur die Eingabe von Kontaktdaten und das Verlinken von Fotos. Es ist jetzt schon abzusehen, dass Google Profiles dadurch einen ordentlichen Boost bekommen wird. Google Profiles ist nach wie vor kein Social Network, aber die Entwicklungen zeigen schon in diese Richtung. Meiner Meinung nach hat das Ding das Potenzial die zentrale Anlaufstelle für die Personensuche in Social Networks werden und sich einmal mal als defakto Standard durchsetzen.
Mein Google Profil gibt es übrigens hier!-)
Ich gestehe, ich bin ein totaler Microsoft-Heini. Auf meinem Laptop läuft Vista, am Netbook Windows 7 und ich programmiere mit Visual Studio 2008 für Windows XP, ASP.NET und MSSQL Server. Ich bin also, je nachdem wie man es nimmt, in der idealen Zielgruppe oder ein Hauptfeind für die Linuxwochen. Ich hab mich dafür entschieden, ersteres zu sein und mein Hirn und mein Herz für Open Source zu öffnen!
Was hat mich bisher davon, abgehalten Linux einzusetzen? Eigentlich vor allem eine gewisse Eigenheit in diversen Linux-Foren. Da wurde mir schon mal geraten, doch meinen eigenen Treiber zu schreiben oder irgendwas per Kommandozeile zu kompilieren und dann zu debuggen oder ich geriet in Glaubenskriege zwischen die Fronten, was denn nun besser sei KDE oder Gnome. Wie es scheint, haben sich diese “Eigenheiten” mittlerweile entschärft!-)
Warum soll man überhaupt Open Source Software an Stelle von lizenzierter Software einsetzen? Dafür gibt es eine Menge Gründe:
- keine Lizenzkosten
- ein transparentes Betriebssystem
- Linux verbraucht im Gegensatz zu Windows weniger Strom
- keine Abhängigkeit von einer MS-Monokultur
- geringerer Hardwarehunger der Anwendungen
- und schließlich Unterstützung für den #fullboycott
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