Killerspiele = Drogen = Kinderpornos
Über fefes Blog bin ich auf eine besondere Dummheit gestoßen, nämlich eine Pressemitteilung des bayrischen Innenministers zu sogenannten Killerspielen, die der Minister “Tötungstrainingssoftware” nennt. Wenn jetzt also Couterstrike und Co. Tötungstrainingssoftware ist und unsere Jugend zu Amokläufern formt, dann frage ich mich, was dann beim Bundesheer gemacht wird. Beim Heer lernt man mit echten Waffen auf echte Menschen zu schießen, möglichst mit lethalem Ausgang. Warum kommt eigentlich niemand auf die Idee, dass so eine Schulung aller männlichen Staatsbürger hin zur bewaffneten Gewalt schlimmere psychologische Auswirkungen haben könnte als Counterstrike oder World of Warcraft?
Der bayrische Innenminister setzt dem ganzen aber noch eins drauf:
In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zurecht niemand in Frage stellt.
Über soviel Unverfrorenheit und Dummheit kann man nur noch staunen. Einmal abgesehen von der unzulässigen Gleichsetzung von Drogen und Kinderpornographie. Oder will jemand erstlich behaupten einen Joint zu rauchen wäre ähnlich wie die Konsumation von Kinderpornos? Aus seiner Sicht ist also Counterstrike spielen genauso schädlich wie Heroinsucht.
Über die Verlogenheit und die Unkenntnis, die in dieser gesamten Diskussion steckt, kann man nur noch den Kopf schütteln. Interessant ist dabei ist aber schon, dass sich hier wieder jene Politiker als Hardliner in den Vordergund spielen, die ansonsten durchaus für mehr Härte und Wettbewerb bei der Erziehung unserer Kinder eintreten und manche sogar gegen die “gsunde Watschn” nichts einzuwenden haben. Ich bin dann mal gespannt, wann man bei uns Marylin Manson für Amokläufe verantwortlich macht.

Stefan Sommer
4.04.09 , 22:04
Ach - Bier ist in Bayern verboten? Unglaublich, diese CSU…
Stauni
5.04.09 , 08:04
Die Hauptsorge der meisten Politiker ist, wie werde ich bei der nächsten Wahl wieder gewählt.
Mit ihren geistigen Ergüssen betreiben sie Stimmungsmache, wenn es gerade wo “reinpasst”. Typisches Beispiel ist Herr Dr. Strache.
Sie können mit Sicherheit annehmen, wenn z.B. in einem Alters
-heim ein Rentner den anderen mit einem Gehstock erschlägt, findet sich irgendein Politiker der fordert, Gehstöcke als gefährliche Waffen zu verbieten.
Es ist daher in den meisten Fällen nicht ernst zu nehmen, was die meisten Politiker von sich geben.
MfG
Stauni
georgM
5.04.09 , 12:04
Unglaublich. Mit solchen Argumenten disqualifiziert sich dieser Herr bereits selbst. Möchte wissen, wie man mit solch einem Problemverständnis Innenminister werden kann. Wahnsinn.
amikaro
7.04.09 , 06:04
Keine Sorge, euer Nachbar aus dem Westen kämpft mit ähnlich dummen Politikern.