Twitter-Feed bei Technorati registrieren

von Gerald Bäck am 30.03.09

technoratiHeute bin ich via digital inspiration auf eine interessante Idee gestoßen. Dort wird beschrieben, wie man seinen Twitter-Feed als Blog auf Technorati einfügt. Die Sache ist recht einfach und meiner Meinung nach auch recht sinnvoll. Warum?

  • Weil man damit die beliebten Technorati-Tags in die eigenen Tweets einbinden kann.
  • Technorati trackt dann automatisch andere Blogs, die auf Deine Tweets verlinken.
  • Dein Twitter-Feed erscheint dann auf Deiner Technorati Profilseite.
  • Links zu anderen Blogs in den eigenen Tweets werden ebenfalls getrackt und erhalten dadurch ein besseres Ranking.

Wie macht man das jetzt konkret?

1. Bei Technorati einloggen.

2. Die Adresse Deines Twitter-Feeds hier eingeben

technorati-claim

3. Die im obigen Bild schwarz hervorgehobene Url als Tweet posten (wie zum Beispiel hier).

4. Zurück zur Technorati Page und auf “Complete Claim” klicken.

Abschließend kann man seinen  Twitter-Feed noch beschreiben und mit Tags versehen und das war’s schon. Mich würde interessieren welchen Technorati Rang Euer Feed hat. Meiner hat 7 wie man hier sehen kann.

Die Frage, die sich mir noch stellt, ob man Technorati selbst ab und zu pingen muss? Ich werde das beobachten und dann hier berichten.

PolitikerInnen auf Twitter

von Gerald Bäck am 28.03.09

direkt zur Liste

Mit PolitikerInnen im Netz ist das so eine Sache. Meistens entdecken Sie den Wähler erst kurz vor einer Wahl und so manifestiert sich dann auch deren Online-Engagement. Wer erinnert sich noch an das herzige Online-Tagebuch von Benita Ferrero-Waldner während des Wahlkampfs um das Amt des Bundespräsidenten? Kaum war die Wahl vorbei, endete auch Ferreros Blog. Ein aktuelles Beispiel liefert auch Reinhard Rohr mit seinem Rohrblog. Seine Beiträge enden exakt mit dem Wahltag, kein Wort des Dankes seine Wähler, kein Kommentar zum Ausgang der Wahl. Da fühlt man sich als Wähler gleich besonders ernst genommen. Es gäbe hier noch eine Menge Beispiele, die alle zeigen, dass die österreichische Politik noch noch nicht im Web2.0 angekommen ist und dieses nur als zusätzlichen Kanal für die üblichen Wahlkampfbotschaften begreift.

Bei der Nutzung von Twitter im speziellen sieht es ähnlich aus. Die Hitliste, wie man nicht twittert, führt in diesem Fall Wilhelm Molterer an, wobei ich bezweifle, dass Molterer jemals persönlich einen einzigen Tweet abgeschickt hat. Mit Tweets wie: “Morgen ÖVP wählen.” , versuchte Molterers Mannschaft via Twitter Stimmung zu machen. Allerdings, ein Dialog fand nicht statt. Erst nach erfolglos geschlagener Wahl gab es auch Antworten per Reply, wobei Molterers letzter Tweet am 1.10.2008 schon etwas ungewollt kultiges hat. Ähnlich ungelenk agierte auch die SPÖ im letzten Nationalratswahlkampf. Unter dem Nick @neuepolitik versuchten sich Feymann und Rudas gemeinsam. Bezeichnend ist, dass der Account gelöscht wurde, also ebenfalls kein langfristiges Web2.0 Konzept bei der SPÖ verfolgt wird. Die Grünen leisten sich immerhin einen Account für die Kommunikation. Unter @diegruenen_at kann man aktuelle Botschaften abrufen, mehr aber auch nicht. Auch bei den Grünen haben noch nicht alle begriffen, dass Twitter kein Broadcasting Medium ist, denn auf Replys antworten die Grünen ebenfalls nie. BZÖ und FPÖ können wenigstens keine inadäquate Mediennutzung demonstrieren, da es schlicht und einfach keine Vertreter dieser Parteien auf Twitter gibt. Daran zeigt sich wohl auch, dass wir alle die Macht von web2.0 Medien gehörig überschätzen.

Aber nun zu den positiven Beispielen und die kommen zum Großteil von den Grünen, sind aber auch dort spärlich gesät. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle @marcoschreuder, der Twitter am intensivsten und, wie ich finde, auch am intelligentesten nutzt. Ich habe an anderer Stelle in diesem Blog schon einmal seine Berichterstattung von Bundeskongress der Grünen via Twitter und Blog erwähnt. Einen ähnlichen Service bietet der Grüne Gemeinderat auch seit neuestem während der Sitzungen des Wiener Landtages. Auf Anfragen und Bemerkungen reagiert @marcoschreuder im Normalfall innerhalb von Minuten.

Ich hab mir in den letzten Wochen die Mühe gemacht zu recherchieren, welche PolitikerInnen in Österreich denn nun twittern. Die Liste ist natürlich Work in Progress und ich freue mich über weitere Hinweise und Korrekturen und werde diese laufend erweitern.

Name Partei Ebene Funktion TwitterName
Martina Berthold GRÜNE Salzburg @MartinaBerthold
Christoph Chorherr GRÜNE Wien Gemeinderat @chorherr
Ulrike Feichtinger GRÜNE Gmunden Gemeinderat @die_gruene_uli
Elisabeth Hakel SPÖ Bund Nationalrat @ElisabethHakel
Mario Lechner GRÜNE Vorarlberg   @mariolechner
Eva Lichtenberger GRÜNE EU EU-Parlament @eva_lichti
Martin Margulies GRÜNE Wien Gemeinderat @martinmargulies
Severin Mayr GRÜNE Linz Gemeinerat @severinmayr
Wilhelm Molterer ÖVP Bund Nationalrat @wilhelmmolterer
Georgina El-Nagashi GRÜNE Wieden Bezirksrat @dienagashi
Siegfried Nagl ÖVP Graz Bürgermeister @siegfriednagl
Christian Passin ÖVP Währing Bezirksrat @waehringer
Volker Plass GRÜNE Bund @VolkerPlass
Marie Ringler GRÜNE Wien Landtag @MarieRingler
Astrid Rössler GRÜNE Salzburg Landtag @astrid_roessler
Andreas Schieder SPÖ Bund Bundesregierung @schieder
Edith Schmied GRÜNE Linz Gemeinderat @edithschmied
Marco Schreuder GRÜNE Wien Landtag @marcoschreuder
Barbara Sieberth GRÜNE Salzburg Gemeinderat @BarbaraSieberth
Martin Strobl SPÖ Graz   @mstrobl_graz
Hannes Swoboda SPÖ EU EU-Parlament @Hannes_Swoboda

Wollen Sie den Job?

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von Gerald Bäck am 24.03.09

wersonst.atMir war ja bisher unbekannt, dass unsere Götter in Weiß ein Image-Problem hätten. Die Ärztekammer sieht das offenbar anders und hat eine Imagekampagne im Radio gestartet. Und die Leute dort dürften Ihren Job wirklich lieben, denn jeder einzelne Spot ist von einer derartigen Widerlichkeit, wie ich es selten gehört habe. Die Spots gibt’s übrigens auch hier zu hören (Achtung hoher Ekelfaktor!).

Ich wäre gern einmal bei so einem Meeting dabei, wenn die verantwortliche Agentur die Kampagne vorschlägt und alle Anwesenden begeistert sind. Bisher dachte ich, das dümmste aller Agenturmeetings, muss jenes gewesen sein, als man das Telekom-Austria Logo absegnete, aber dieses hier wird schwer zu toppen sein. Erntet man mit solchen Spots wirklich Sympathie und Verständnis? Ich bezweifle das und behaupte das ist die mieseste Imagekampagne aller Zeiten.

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